Esslust

Mittwoch, 9. August 2006

Appetit auf Südtirol...

Ich bekam Presseinformationen aus Südtirol. Alles las ich ganz genau durch, meine Gedanken schwelgten dabei schon in Bozen, Meran und im Rosengarten. Doch - hungrig sollte man diese Informationen nicht lesen. Das Rezept der "marinierten Forelle auf Apfelbett" hat es mir angetan.
Also besorgte ich mir schnell 2 geräucherte Forellen, die ich in vier Filets aufteilte. Dann rührte ich (genau nach Rezept) den Saft von 1 / 2 Zitrone mit 1 TL Südtiroler Honig, 1 durchgepressten Knoblauchzehe und mit Salz und Pfeffer. Mit dieser Flüssigkeit beglückte ich die Forellenfilets und ließ sie erst einmal zugedeckt 30 Minuten ziehen bzw. marinieren. Aus 3 EL Apfelessig, 3 EL Olivenöl, 1 Bund Schnittlauchröllchen und Salz und Pfeffer rührte ich die Marinade.
Dann schälte ich 3 Südtiroler Äpfel und hobelte sie in feinste Scheibchen. Diese verteilte ich auf zwei Teller und darauf legte ich die marinierten Forellenfilets. Die Schnittlauchsauce habe ich schon vorher über die Apfelscheiben löffelweise verteilt. O.k., jetzt klingle ich noch bei der Nachbarin und lade sie zum Essen ein. Dazu gibt es Südtiroler Schüttelbrot und ein Gläschen Südtiroler Weißburgunder. Südtirol schmeckt gut.
www.suedtirol.info/produkte
www.suedtirolerwein.com

Montag, 31. Juli 2006

Gut, dass es die "Tanke" gibt...

Stellen Sie sich vor, Sie kommen aus einer 3wöchigen Reise zurück - und das am Samstagabend. Sie haben natürlich vorsorglich die Zeit genutzt, um ihren heimischen Kühlschrank abzutauen und mal so richtig leer durchlüften zu lassen. Was erwartet Sie? Gähnende Leere, aber ein perfekt sauberer Kühlschrank.
Das Gefühl nun endlich wieder zu Hause zu sein, beinhaltet aber auch, es zu geniessen, wieder daheim zu essen.
Doch - wann, wie und wo am Wochenende einkaufen? Nicht den großen Einkauf, aber den kleinen, netten, der das Sonntagsfrühstück im Bett irgendwie gemütlich macht.
Probleme löst man, in diesem Fall, indem man einfach eine große Tankstelle anfährt. Käse, Schinken, Butter, Streichkäse, Milch, Cornflakes, Vollkornbrot, Eier und Kaffee. Perfekt! Alles da. Was will ich mehr?
PS: Vorsorglich stehen im Trockenregal zu Hause noch Spaghetti mit Tomatensauce. Es ist immer gut, ein "Mise en place" anzulegen. Der Sonntag gehört mir - und meinem Jetlag.

Sonntag, 16. Juli 2006

www.lonelyplanet.com

Will einer eine Reise machen, dann wird auch gruendlich recherchiert, geplant und sich kundig gemacht.
Doch welcher Reisefuehrer passt zu einem? Die Qual der Wahl ist gross, oftmals entscheidet der Geldbeutel und meistens das Niveau, das man anstrebt. Bei Pauschalreisen bekommt man eh soviel Reiseunterlagen, dass ein Reisefuehrer gar nicht mehr noetig ist. Doch bei Individualreisen, bei denen alles "selbst in die Hand" genommen wird, von Unterkunft suchen, Reiseroute festlegen, Mietauto buchen, sich zwischendurch auch einfach (an)(ver)leiten lassen, was einem sonst noch gefaellt, ist man gezielt auf gute Reisefuehrer angewiesen. Bei meiner Reise durch Kanada, von Alberta bis British Columbia - von Calgary bis Vancouver - quer durch die kanadischen Rocky' s, habe ich mir den "Lonely Planet travelguide" fuer Kanada besorgt. Zwar bekommt man diese Guides fast nur in Englisch (auch den kanadischen), aber es soll auch schon einige in deutscher Sprache geben. Da ich aber sowieso in einem englischsprachigem Land verweile, sind die Informationen in Englisch perfekt.
Auch Restaurantempfehlungen habe ich schon angenommen, so auch in Fernie, einem kleinen Nest etwa 250 km suedlich von Banff. Dort wird die "Rip'n Richards Eatery empfohlen. Ich habe dort auf der Terasse, umrandet von riesigen Blumenkaesten mit den schoensten Geranien, sehr, sehr gut gegessen. Und super guenstig.
Fazit: Everything you need or want to know / ist in den Reisefuehrern von Lonely planet verzeichnet.

Samstag, 15. Juli 2006

Ein Muenchner in Kanada

Wir besuchten in Calgary einen Austauschstudenten aus Muenchen, der nun schon ueber 1 Jahr hier in Kanada lebt. Georderte Lebensmittelwuensche aus Bayern, die er gerne von uns mitgebracht bekommen haette, konnten wir leider wegen der strengen Einreisebestimmungen nicht mitbringen: Bauernbrot, Brezen, geraeucherten Schinken, Leberkaese und speziellen Griessnockerlgriess. Leider!
Wir fragten ihn hier vor Ort, was er denn als typisch kanadisches Essen ansaehe. Oh - das moechte ich lieber nicht wiederholen: Pizzachops (Mikrowelle), Sushi, getrocknetes Fleisch (sehen aus wie Beefies) und Steak, Steak und nochmals Steak.
Wir luden ihn zu einem Essen ein, wobei er natuerlich in ein Steakrestaurant steuerte und dort ein dickes Sirloin Steak mit mashed Potatoes mixed mit Gorgonzola, Meerrettich und gruenem Spargel ass. Dabei sinnierte er darueber, was er am 4. August, seiner Rueckkehr nach Muenchen alles essen werde: Schweinebraten und Semmelknoedel, Kaiserschmarrn, Spaetzle mit Zwiebel-Rostbraten, Weisswuerste mit Haendlmeier-Senf und Brezen. Und natuerlich ein gscheites Bier. Momentan trinkt er das billigste Bier hier in Kanada - das Honeybeer.
Fazit: Ich bin ja noch einige Zeit in Kanada und werde sicherlich ueber das ultimative, kanadische Essen noch schreiben koennen. Aber momentan laueft mir bei dem Gedanken an Muenchner Bier und reschen Brezen auch das Wasser im Munde zusammen.

Freitag, 14. Juli 2006

Baerensteak oder Elchschinken?

Ich bin noch immer der Frage auf der Spur, was das kanadische Essen genau ausmacht? Dazu war ich heute in einem "Original kanadian Restaurant" called "Maple Leaf" (das Ahornblatt ist das Wahrzeichen der Kanadier auf der Flagge).
Die Speisenkarte empfand ich eher als eine internationale Mischung, so war z.B. Bruschetta, Pizza, gegrillte Tintenfische, Spaghetti mit Vongole und Caesar' s Salat vertreten. Natuerlich liess ich diese Gerichte mit einer selektiven Verachtung gar nicht an mich heran, denn ich wollte ja original kanadisch essen.
Nach einer gewissen Gerichte/Filterung beim Lesen, hatte ich letztendlich die Wahl: Ich verspeiste keine mit Whisky eingelegten und gegrillten Spareribs, auch keine gemischte Platte mit Wildschinken und -pastete sowie kan. Kaese. Ich entschied mich fuer eine wunderbar gebratene Regenbogenforelle mit Apfel-Buttersauce als Vorspeise (!), danach wurde ein mit Aepfel gebratenes Tenderloin Steak mit mashed Potaetos und Cognac-Maiskolben serviert. Zum Dessert habe ich verschiedene Cookies probiert - mit viel kanadischen Kaffee.
Fazit: Ich habe mir sagen lassen, dass "Baer" nicht schmeckt. Anscheinend auch nicht im Angebot - muss ich aber noch genauer nachhaken.
Geraeucherter Elchschinken ist eine Delikatesse - gab' s zum Fruehstueck.

Donnerstag, 13. Juli 2006

Was is(s)t ein Cowboy?

Das groesste Cowboyfestival der Welt findet momentan in Calgary, Bundesstaat Alberta in Kanada vom 7. bis 16.Juli statt. Und ich bin dabei! Rodeo-Shows, Planwagenrennen, Wettbewerbe in Lassowerfen - alles rund um den Cowboy wird gezeigt. Cowgirls sind natuerlich auch vertreten - ganz schoen sexy mit Jeansminiroecken, Cowboystiefeln und grossen Cowboyhueten - den Stetsons.
Was ein richtiger Cowboy is(s)t, der ernaehrt sich von Fleisch. Hier auf dem Festival sind Blockhuetten nachgebaut mit Feuerstellen/Lagerfeuern, wie man sie in der Prairie vorfinden wuerde. Ueberall auf dem Gelaende zieht sich der Barbecue-Geruch so eindringlich durch, dass ich gar nicht anders kann, als mir auch so "ein halbes Rind" zu bestellen. "Bulls Eye BBQ Beef" ist doch mal was. Dazu geroestete Kartoffelecken (Potatoewedges) und gegrillte Maiskolben. Spaeter bestelle ich noch einen "Outlaw Mega Burger" und eine Riesengrillwurst, die aus 100% pure Beef besteht. (Alles natuerlich der kulinarischen Recherche wegen...obwohl es (rind)gut ist).
Fazit: Ein Cowboy is(s)t Beef. Und sollte er ein Softie sein und Tofu essen, dann wird hier auf Plakaten damit geworben, dass er sich zu seinem Pferd einen "Hummer" (Automarke, wie ein Riesenpanzer sieht das Auto aus) bestellen sollte, um seine "Maennlichkeit" zu dokumentieren.

Mittwoch, 12. Juli 2006

So schmeckt Kanada...

Ich bin für die nächsten drei Wochen in Kanada auf kulinarischer Recherche. Heute ist mein dritter Tag in Calgary, aber ich kann noch nicht genau sagen, was der "gemeine Kanadier" so schlechthin isst. Es gibt alle möglichen, internationalen Restaurants, multikulturell, wie überall auf der Welt. Dazwischen sind die diversen Fastfoodketten von Wendys, Mac Donald, Tom Horton bis über Starbucks vertreten. Als typisch kanadisch schätze ich momentan das Überangebot der Steakhäuser ein. Is(s)t der Kanadier etwa ein sehr großer Fleischesser? Wahrscheinlich, denn die Rinder aus Alberta sind bekannt für ihre gute Fleischqualität und nach so einem Steak können ruhig die Finger abgeschleckt werden. An jeder Ecke gibt es Dörrfleisch in allen Größen und Portionen abgepackt, zu kaufen.

In den Supermärkten kauft es sich leicht ein, denn es braucht anscheinend niemand mehr zu kochen. Eierkuchen (Pfannkuchen), Rühreier, Hush Brownies, frisches Pfannengemüse - eigentlich die einfachsten Gerichte sind fertig abgepackt - nur noch zum Erwärmen in der Mikrowelle.
Ich werde mich hier einfach mal vorerst quer durch British Columbia und Alberta essen - mit gutem Rindfleisch und natürlich mit dem weltberühmten kanadischen Wildlachs.

Montag, 10. Juli 2006

Was? Es gibt hier keinen Alkohol?

Ein Klatschregen ueberraschte mich voellig. Was tun? Natuerlich das naechst gelegene Lokal aufsuchen. O.k. hier riecht es irgendwie anders, ungewoehnlich. Aha - Schichas stehen zuhauf umher, mit allen Geschmacksrichtungen versehen - kann man diese Wasserpfeifen mieten? Nach rauchen ist mir gar nicht zumute - mal sehen - in welchem Lokal ich hier gelandet bin. Humus und Fladenbrot bestelle ich erst einmal und sehe mir die Getraenkekarte an. Einen arabischen Mokka und eine Virgin Pina Colada hinterher. Ist zwar ungewoehnlich, aber anscheinend brauche ich das bei diesem Wetter. Ich bestelle arabische Koestlichkeiten mit Pinienkernen, viel Zuckersirup und vielschichtigem, frittiertem Blaetterteig. Der Pina Colada schmeckte anders, aber wie? Ich bestelle eine Virgin Margherita - der Regen wird immer schlimmer, mittlerweile hagelt es. Komisch, auch dieser Geschmack von einer Margherita ist mir fremd. Ich unterhalte mich ziemlich intensiv und frage nun endlich massiv nach Prosecco oder Wein. "Wir haben ueberhaupt keinen Alkohol", entgegnet mir der freundliche Araber. Irgendwie muss ich einen recht verzweifelten Eindruck machen, denn er sagt im Nachsatz: "Sie koennen die Wasserpfeife auch umsonst rauchen".
Fazit: Es ist schon irritierend, wenn man in ein Restaurant geht, ohne zu gucken, welcher Nationalitaet es angehoert. Und noch irritierender ist es, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass man/frau ohne Alkohol keinen netten Fruehabend verbringen koennte.
Nachsatz: Irgendwie nimmt Alkohol eine beaengstigende Normalitaet bei uns ein. Wir sollten vielleicht oefter mal fuer uns selbst dazu Nein sagen. Ich wollte schon immer eine Wasserbar eroeffnen, denn es gibt fantastische Wassersorten weltweit.

Donnerstag, 6. Juli 2006

So schmeckt der Sommer

Pralles Rot der Tomaten, die aromatisch duften. Saftiges Grün von Kräutern, ein sonnendurchflutetes Gelb von Paprikaschoten und Zucchini - zuckersüß und in leuchtenden Farben, so präsentieren sich sonnengereifte Lebensmittel.
Unsere persönliche, somatische Intelligenz signalisiert uns, dass wir bei diesen Temperaturen kein Fett brauchen. Sondern viele, bunte Vitamine, die uns helfen, die hohen Temperaturen gut zu verkraften und uns noch dazu genügend Flüssigkeit verpassen. Also starten Sie in die heiße Jahreszeit mit der Ernte der Natur durch.
Mein Tipp, bereiten Sie ein "Marktteller" zu.
Einfach am Gemüsestand alles kaufen, was Sie gusto-mäßig reizt. Zucchini, Äpfel, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Bohnen, Basilikum, Tomaten, Stachelbeeren, Himbeeren - einfach alles. Waschen, eventuell zurecht schneiden und auf Tellern präsentieren. Dazu gibt es Joghurtsauce zum Dippen, ofenfrisches Baguette und gut gekühlten Weißwein. Was für ein Sommer....

Mittwoch, 5. Juli 2006

www.sanurbeachhotelbali.com

An der Sanur Beach ist alles perfekt. In Reiseführern steht: "In Sanur ist es ruhiger als in Kuta, aber die Atmosphäre ist nicht so steril wie in Nusa Dua". Sicherlich kann man sich dieses Bild erst richtig vor Ort machen - und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es stimmt.
Auf Bali dürfen die Häuser nicht höher als die Palmen sein. Das mag der Grund sein, dass die Hotels schön verdeckt und versteckt unter grünen Palmenblättern am Strand, nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Aber das ist gut so - und der Urlaub fühlt sich zwischen Meer, Strand, Palmen und schönem Hotel einfach wunderbar an. Das Fünf-Sterne Hotel Sanur Beach Hotel ist eine sehr gute Adresse - 25 Minuten vom Flughafen und 15 Minuten von Denpasar entfernt. Ein Urlaubshotel, wie auf einer Postkarte abgebildet, präsentiert es sich mit einem tropischen Garten und einem riesigen Pool. Gäste haben die Möglichkeit zwischen mehreren Restaurants zu wählen, mittlerweile ist auch ein Fischrestaurant am Strand hinzugekommen. Die "Catches of the Day" liegen bereit und werden nach Wahl frisch zubereitet.
Fazit: Das Sanur Beach Hotel ist im Preis-Leistungs-Vergleich eine Top-Adresse.

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