Donnerstag, 11. November 2010

Palazzo - das Restaurant-Theater in Berlin

Der Christian Lohse & Hans-Peter Wodarz PALAZZO feierte am 9. November in Berlin erfolgreich Premiere
Über 400 geladene Gäste kamen zum Auftakt der vierten PALAZZO-Spielzeit am Humboldthafen in Berlin.

Mit über 400 geladenen Gästen wurde am 9. November 2010 die Premiere der vierten PALAZZO-Spielzeit im nostalgischen Spiegelpalast am Humboldthafen in Berlin gefeiert. Die Gastgeber Hans-Peter Wodarz und Christian Lohse eröffneten voller Stolz und Freude die neue Saison in Berlin.
Zwischen den vier Gängen des von 2-Sternekoch Christian Lohse kreierten Gourmet-Menüs wurde eine unterhaltsame Show präsentiert, die ganz im Zeichen des Showmottos „Herzensbrecher & Gaumenkitzel“ stand. Das Moderatoren-Trio Lovely Bastards führte mit viel Charme und Wortwitz durch den Abend und präsentierte insgesamt sechs internationale artistischen Acts. Daniel Reinsberg, Andreas Wessels und Jojo Weiß verknüpften kunstvoll und charmant Elemente aus Varieté, artistischem Können und kleinen Zaubertricks und moderierten sich somit mühelos in die Herzen der Zuschauer.

Die ukrainische Artistin Olena Yakymenko machte mit ihrer Darbietung "Feuervogel" den Anfang der fulminanten Show der Artisten. Hoch oben unter dem Zeltdach am Ringtrapez zeigte sie einen temporeichen Act voller emotionaler Bilder. Nicht weniger beeindruckend und voller Leidenschaft war Oleg Chudan an den Strapaten, zwei vertikal herabhängenden Tüchern. Begleitet von der PALAZZO-Sängerin Isa la Belle verzauberte der junge Ukrainer das Publikum durch perfekte Körperbeherrschung, Kraft und Anmut. Spielerisch leicht und luftig ist der Auftritt der Artistin Irina Pitsur. Mit zahlreichen Hula-Hoop-Reifen und körperlich herausfordernder Kontorsion zeigte die Künstlerin eine wunderschöne Choreographie. Begeisterung und tosender Applaus auf allen Sitzen wurde den Zwillingsbrüdern Roman & Slava zuteil. Die 400 Gäste waren hingerissen von dem Können wie von dem clownesken Charme der beiden Stepptänzer. Der junge Franzose Paul Herzfeld versetzt das Publikum mit einer spektakulären Akrobatiknummer in Staunen. An einer vertikalen Stange, dem „Chinese Pole“, präsentierte er eine wundervoll poetische Nummer, die absolut einzigartig ist. Zum Schluss und als edles Finale der Showacts zeigte Elena Borodina mit „Silencio“ schwerelose Körperbilder voller Magie und orientalischem Zauber.

Unter den illusteren Premieren-Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport waren unter anderem Schauspieler Claus Theo Gärtner, Claude Oliver Rudolph, Wolfgang Bahro, Artur Brauner, die Schauspielerinnen Maren Gilzer, Barbara Schöne, Entertainer Wolfgang Lippert, Gourmetkritiker Heinz Horrmann, Moderatorin Enie van de Meiklokjes, Annika Kipp,

Der Christian Lohse & Hans-Peter Wodarz PALAZZO gastiert noch bis Ende März 2011 am Humboldthafen in Berlin. Gespielt wird von Dienstag bis Sonntag, Showbeginn ist um 19:30 Uhr (sonntags bereits um 18:00 Uhr), Einlass ist jeweils 90 Minuten vor Showbeginn. Tickets sind ab 79,90 Euro erhältlich.

Alle weiteren Informationen und Pressematerial unter https://www.palazzo.org.

Mittwoch, 10. November 2010

Pino, seine Mama & ich - 3. Tag Amalfiküste, ein Reisebüchlein

3. Tag Die Amalfiküste erobern…costiera amalfitana
Auf der Autobahn Richtung Süden nur nicht das kleine Ausfahrtsschild „Amalfitana“ verpassen, ansonsten dauert es ewig, bis dieser Fehler wieder korrigiert werden kann – und alles wieder rückwärts zur besagten Küstenstraße geht. Mama Angela empfiehlt dazu Pino:
„Ci ten legn va in sardegna“, Du hast eine Zunge, um nach Sardinien zu kommen“. Va bene, aber soweit wollen wir nun doch nicht, die nächste Ausfahrt reicht uns schon.
Diese kurvige, enge Straße bietet einen grandiosen Ausblick auf das Meer und führt an allen bekannten Orten wie Positano, Amalfi, Atrani, Minori und Praiano vorbei. Zudem bedarf es einer guten sportlichen Konstitution vom Lenken, Bremsen wie Gasgeben, aber auch höchster Konzentration, um diese steil aufwärts und abwärts kleine, führende Straße zu fahren. Und fragen Sie nicht, was passiert, wenn ein großer Reisebus entgegenkommt, ein Hindernis im Weg steht, ein Mercedesfahrer mit Hut vor Ihnen fährt oder ein Einheimischer an ihrer Stoßstange klebt, es stimmt nicht fröhlich. „Guck mal, da vorne gibt es grande Limone“, erheitere ich Pino und schwups halten wir am Aussichtsplatz. Der Kauf von zwei frisch gepressten (kleinen) LIMOnaden für 6 Euro, lässt uns erahnen, warum die Amalfiküste den Reichen gehört. „Der Preis sortiert also hier aus“, resümiere ich und mache mutig den Vorschlag in Positano zu essen. Einen Parkplatz bekamen wir beim Restaurant Saraceno d´Oro, aber nur für die Zeit, die wir für das Essen brauchten. Parkplatz ist an der Amalfiküste Mangelware und wenn überhaupt, dann unverschämt teuer. Was bleibt? Einfach die Küstenstraße solange fahren, bis wieder ein Abfahrtsschild Richtung Autostrada kommt.
An das Ristorante haben wir gute Erinnerungen, die hausgemachte Pasta „Paccheri con coccio e pomodorini“ schmeckte hervorragend, das Preis-Leistungs-Verhältnis erheiterte mit 12 Euro sogar, dass wir übermütig noch Vongole & Sardinen „Frutti di mare“ bestellten. Im Ort Amalfi kaufte ich 2 Waffeltüten mit je 1 Kugel Schokoladeneis – für 10 Euro! Sicher, es war das teuerste Gelati zum Mitnehmen, das wir je gegessen haben. Aber es war auch das Beste, an das ich mich erinnern kann. Die großen Zitronen sind allgegenwärtig, sie sehen hübsch aus, aber die dicke Schale lässt nicht viel Fruchtfleisch zurück. Den Zitronenlikör „Limoncello“ probiere ich und merke ziemlich schnell die geschmacklichen Unterschiede. Der teuerste ist nicht immer der Beste und der günstigste ist nicht immer der schlechteste. Einfach testen. Und nicht nach der Designerflasche auswählen.
Was mich auf dieser Reise immer wieder auf´s Neue erfreute, dass ich durch die Begleitung eines Italieners anscheinend in Bezug auf die „außerordentliche TouristenNeppsteuer“ verschont blieb. Sie wissen schon, „scusi“, da habe ich wohl etwas zuviel auf die Rechnung gesetzt. Oder auch die leicht arrogante Art an der Amalfiküste „die nächsten Touristen kommen sicher, heute habe ich keine Lust nett zu sein.“ Egal ob der Carabinieri, der uns vom Halteverbot wegzuscheuchen versucht, der Barista an der gut besuchten (Cafe)Bar – sie wollen alle italienisch reden und hören sich Pino´s Fragen wohlwollend an. Nur keine Fremdsprache, das ist soooo anstrengend. No capisce!
Ich warte im Fiat auf Pino, der nächste Carabinieri kommt vorbei und redet italienisch auf mich ein. Ich verstehe ihn schon, aber ich sage „no capisce“. …ein bisschen Zeit schinden, bis Pino wieder zurück ist.
Morgen 4.Tag Maratea, Basilikata

Dienstag, 9. November 2010

Pino, seine Mamma & ich - ein Reisebüchlein

2.Tag Neapel
Napoli muss man ge- und erschmeckt haben. Die Pizza ist hier erfunden worden. Mir fällt ein berühmter Sohn dieser Stadt ein, Enrico Caruso, der einmal sagte: „Eines Tages werde ich nach Neapel zurückkehren, weil es meine Heimat ist, die ich liebe. Aber nicht um zu singen, sondern um Pizza zu essen.“
Also gehen Pino und ich in die älteste Pizzeria Italiens, in die „Antica Pizzeria Port´Alba“, um die berühmten Teigfladen-Botschafter a la Napoletana und Margherita zu probieren. Wir essen aus der Hand im Stehen, Pomodori (Tomaten) und Olivenöl rumkleckernd, dazwischen sind Laute wie „buono, incredibile und molto gustoso, schmatzend zu hören. „Maccheroni und die anderen Pastasorten müssen wir auch noch essen, schließlich ist in Neapel die Nudelmaschine erfunden worden“, ereifert sich Pino und setzt nach: „und dann gehen wir wieder in die Kaffeebar von gestern, wo es auch die Sfogliatelle, eine Blätterteig-Spezialität mit Ricotta gefüllt, gibt.“ Mangia, mangia geht es mir durch den Kopf und ich zerschmelze bei dem Gedanken, dass Mama Angela dies immer wieder sagt, um auf ihre Weise Liebe auszudrücken. „Si Pino, wir essen Napoli auf, damit wir Mama davon berichten können. Sie wäre bestimmt unglücklich, wenn wir dünn von unserer Reise zurückkämen.“
Sehr gut gesättigt und mit einer prall gefüllten Provianttüte, voll mit kleinen frittierten Pizzen „pizzetta fritta“ und einer Pizza Margherita a portafoglio, welche zum Mitnehmen, viermal gefaltet und in Papier gewickelt ist, quasi Italo-Fast Food aus der Hand in den Mund, fahren wir endlich los.
Es ist ein Gewusel und Gewühl, aus Neapel, der bevölkerungsreichsten Stadt, nach Rom und Mailand, der Hauptstadt Kampaniens, heil und unverbeult mit unserem kleinen schwarzen Fiat 500 wieder rauszukommen. Pino hatte sichtlich Spaß, sich mal wieder mit seinen Landsleuten per Hupe und geschicktem Manövrieren einen Adrenalinkick zu verpassen und unterstrich dies mit wilden Gestikulieren sowie mit verbalen Ausdrücken, die ich hier nicht wiederholen möchte, aber die doch so zum Schmunzeln waren, dass ich meine leichte Angespanntheit schnell vergaß. Der Verkehr in Neapel gleicht einem chaotischen Blech-Haufen, der allerdings Verwunderlicherweise sich immer wieder selbst entwirrt. „Tedeschi“, die einmal im Auto hier unterwegs waren, rühmen sich noch Jahre danach, dass sie es ohne Blessuren geschafft haben. Bei Italienern bin ich mir nicht so sicher, denn ich habe kein italienisches Auto ohne Schrammen gesehen, vielleicht sind es „Trophäen.“
…scharfes Bremsen, wir lassen unser „macchina“ im Halteverbot zurück, „Ohne pummarola fahren wir nicht weiter“, entscheidet Pino spontan und is(s)t schon im Ristorante "Loggia del Paradiso" verschwunden. Ich als Fragezeichen hinterher, noch immer grübelnd was pummarola wohl sei. Pino ist bereits im Gespräch mit der Köchin vertieft, mit dem Hinweis dies wäre eine gustatorische Rotlichtprobe und so bekommen wir die San Marzano Tomaten als Suppe, Salat und Paradiso-Garnitur auf einem Saltimbocca, jenem Schnitzel, das übersetzt „spring in den Mund“ heißt, serviert. „Ej, Du bist zum Vergnügen hier, mangia, Du wirst zuhause noch von diesen aromatischen Pomodori träumen.“
Er hat Recht, noch immer habe ich die geschmacklichen Erinnerungen an Neapel auf dem Gaumen, an jede einzelne Spezialität. Jede Pizza und Pasta in Berlin muss sich an diesen Größen messen. Mein Fazit: Als Tedeschi, ohne italienische Begleitung, landet man meistens bei geschmacklosen, überteuerten Touristenmenüs zuzüglich schlecht gelaunten Kellnern und viel Nepp. Zusammen mit Pino, lerne ich die wahre süditalienische Küche, die Traditionen und die Menschen kennen. Und allein dafür schon, bin ich ihm dankbar.
Am 3. Tag geht es an die Amalfiküste
Pino Bianco https://www.muntagnola.de
Rose Marie Donhauser https://www.donhauser-essklasse.de

Montag, 8. November 2010

Pino, seine Mama & ich - ein Reisebüchlein

Pino, seine Mama & ich
1. Tag in Neapel „Die Zeremonie eines Espresso“
„In Italien gibt es keinen Espresso doppio, wir bestellen einfach einen Kaffee und bekommen ein kleines, heißes und vor allem starkes Gebräu – eben einen Espresso“, sagt Pino sinnierend in der Bar, als ich meinen stets bestellenden doppelten Espresso verteidigen will: „Aber da ist doch sowenig Kaffee drin, vielleicht können wir Deutsche uns einfach von der Kaffee-Kännchen-Gewohnheit nicht verabschieden.“ „Espresso doppio ist eine deutsche Erfindung“, holt Pino aus und schließt mit den allseits gewohnten Worten „Voi tedesci“ ab. „Ja wir Deutschen haben vielleicht eine andere Vorstellung von Italien, eine Art romantisches Wunderland. Wir bekommen ein leuchtendes Gesicht bei Worten wie Spaghetti, Amore und Vino. Die Sehnsucht nach Dolce Vita und Dolce far niente – dem süßen Leben und dem süßen Nichtstun - ist ungebrochen, wir wollen uns diese sehnende Sucht nach Schönheiten nicht von der Realität nehmen lassen. Die italienische Sprache fließt genüsslich in unsere Ohren und sogar das Schimpfen, der meist italienischen Mamas, hört sich irgendwie beruhigend an. Kein Berlusconi, keine Streik-Müllberge, kein Touristennepp und kein misslauniger Kellner kann uns das schöne Italien-Traum(a)land in unserer „Romantik-Kopfsuite“ nehmen.
Also verabschiede ich mich von meinem doppelten Espresso.
Wir stehen in einer neapolitanischen (Cafe)Bar und sind „hin und weg“ von der Espresso-Zeremonie. Der „Barista“ nimmt die Tässchen aus einem kochenden Wasserbad und vor/verführt uns in die Kunst des richtigen „Kaffee Brauens“.
Der Kult-Kaffee wurde vor ca. 60 Jahren von Achilles Gaggia erfunden. Er presste einige Fingerhut Wasser mit einem Druck von 9 Bar durch 7 g gemahlenem Kaffee – der Espresso ward somit geboren. Ehrfurchtsvoll nippe ich an meinem Espresso. Ich schwöre, ich habe nie einen besseren getrunken. Diese Bar ist unweit vom Fischmarkt Neapels, in einer Seitengasse, im Zentrum nähe Hauptbahnhof und dem Piazza Garibaldi. Hier war auch unser Hotel, das Minotel Luna Rossa. Ein kleines, familiär geführtes Hotel, in welchem jedes Zimmer nach dem Titel eines berühmten napolitanischen Liedes benannt und historisch bezugnehmend mit Gemälden und Kuriositäten dekoriert ist.
Neapel sehen und sterben – „Vedi Napoli e poi muori“ – ich als Tedesca bekomme bei diesem berühmten Ausspruch glasige Augen, wobei Pino auch fasziniert ist. Die Italiener sehen ihr „Napoli“ als ein auf die Erde gefallenes Stück Himmel, was möglicherweise mit dem Vulkan Vesuv zu tun hat, der schon mehrmals in den Himmel gespuckt hat. Und wer weiß, bei aller Magie und Zauberei, fiel dabei Napoli vom Himmel…
Wir gucken beim Abendessen in den Sternenhimmel, Vespas knattern vorbei, Vino bianco steht auf dem Tisch, ich esse Spaghetti und denke an Susi & Strolchi und deren Lied „Bella notte“. Pino ist sichtlich zufrieden und erzählt mir bei Vongole & Pizza, dass in Napoli sein „Mezzogiorno“ anfängt. Damit ist Süditalien gemeint, abgeleitet von „mezzo“ (halb) und „giorno“ (Tag), in Bezug auf den Stand der Sonne zur Mittagszeit. Und von hier ist es ein wahrlich guter Ausgangspunkt, weiter in den Süden, in die Basilikata, zu reisen. Mehr dazu im nächsten Teil.
Pino Bianco https://www.muntagnola.de
Rose Marie Donhauser https://www.donhauser-essklasse.de

Samstag, 6. November 2010

Pino, seine Mama & ich - ein Reisebüchlein

Pino, seine Mama & ich
Eine Reise in die Basilikata

„Brava“, unser gemeinsames Kochbuch „Basilikata – das geheime Herz von Süditalien“ ist nun in Deutschland druckfrisch in den Buchhandlungen – und so machten wir uns wieder auf die Reise in die geliebte Region, um auch dort das Kochbuch, erschienen im Umschau Verlag, in Matera vorzustellen.
„Ba, Ba, Basilikata“, so ein Volkslied, „du bist immer bei mir, war mit uns trällernd auf dem Weg, Pino und ich in einem schwarzen Fiat 500, von Neapel aus, die Küste abwärts nach Maratea. Eine 2-wöchige Rundfahrt erwartete uns.
Mit meinem guten Freund Pino, einem Lukaner, aus dem Dorf Scanzano Ionico am Ionischen Meer und mir, einer Oberbayerin aus dem Dorf Kirchweidach, im Chiemgau – hat sich ein Duo gefunden, das sich einem regen Kulturaustausch, in Bezug auf streng katholische Erziehung, rustikalem Essen nicht erschöpft, sondern im Gegenteil, immer mehr Gemeinsamkeiten im „Italo-bavarese Parlare“ zu Tage fördert.
Mama Angela, Pino´s Mama und als die Seele „Muntagnola“ von der Trattoria bekannt, gibt uns so manche Ratschläge mit auf den Weg, sie ist quasi mental immer dabei... So wie z.B. ein Problem zu lösen sei, „mangia, iss erst einmal was“, dann sehen wir weiter. Meine Mama Ida sagt in so einem Fall „schlaf dich erst mal aus“, dann sehen wir weiter.
Mit diesen wohl gemeinten und manchmal auch ungefragten Ratschlägen unserer Mütter, sehen wir auch Parallelen in unserer Erziehung, und vor allem dass in Lukanien (Basilikata) und Oberbayern, in denen wir aufgewachsen sind, die Unterschiede gar nicht so groß sind. Das Dorf, die Kirche, die überschaubare Dorfgemeinschaft, die große Verwandtschaft und vor allem, dass wir beide in Landgasthöfen/Trattorien groß geworden sind.
Das alles verbindet ungemein und es ist immer wieder herzig, wenn wir uns beide verbal mit unseren Lieblingsaussprüchen wie „voi tedeschi“ und „voi italiani“ bewerfen. Es ist ein schönes Spiel, bei dem wir viel voneinander lernen und gemeinsam losziehen, um miteinander wieder etwas Neues zu entdecken und zu lernen.
Dies soll unser Vorwort sein, für ein kulinarisches Reisebuch in die Basilikata, deren Kultur, Natur und ungestüme Wildheit so faszinierend sind, dass es unzählige Geschichten treibt, die es zu erzählen gilt.
Pino Bianco https://www.muntagnola.de
Rose Marie Donhauser https://www.donhauser-essklasse.de

Freitag, 5. November 2010

Kalter Hund zum Reinbeissen - beim Mövenpick Design Hotel am Potsdamer Platz

Kalter Hund macht das Rennen
Küchenchef Oliver Marzahn siegt beim Mövenpick-Wettstreit der Besten Europas
Typisch Berlin und doch ganz neu: Mit einer
Dekonstruktion vom Kalten Hund siegte Berlins Mövenpick-Hotel gestern im Wettstreit der besten Hotelküchen Europas vor Amsterdam, Genf, Istanbul, Prag und Zürich. Der 30-jährige Oliver Marzahn, Küchenchef des Design-Hotels am Potsdamer Platz, kreierte angelehnt an die nicht nur in der Hauptstadt beliebte
Dessertvariation aus Keksen und Schokolade, einen süßen Traum aus Biskuitscheiben, klarem Schokoladengelee und einer leichten Vanillecreme, überzogen mit 72%tiger Valrhona-Schokolade, zu Rumfrüchten.
Mehr als 1000 Portionen verspeisten die rund 500 Gäste der Party zum sechsjährigen Bestehen des Hauses an der Schöneberger Straße, die erst in den frühen Morgenstunden
endete. Stolz überreichte Hoteldirektor Martin Rossman mit Moderatorin Irina von Bentheim, bekannt als „Sex & the City“-Synchronsprecherin, dem
Küchenchef einen „gegabelten“ Buddybären.

Mittwoch, 3. November 2010

Reisen mit Mama - köstliches Reisebuch im Malik Verlag

Die meisten Töchter, so auch ich, spielen im älteren Alter - nachdem sie selbst auch die Aufgaben als Mutter hinreichend erlebt haben - mit dem Gedanken: Mal mit Mama alleine wegfahren, wäre gar nicht schlecht, nachdem ich sie jetzt ein bisschen besser verstehen kann...

So dachte auch die Autorin Jane Christmas, als sie ihre Mutter für 6 Wochen nach Italien einlädt. Doch - 6 Wochen von früh bis spät - und das oftmals ohne Rückzugsmöglichkeit - ist etwas vollkommen anderes, als die "Hie-und-Da-Besuche", meist nur zu Kaffee und Kuchen, die im Normalfall Mutter und Tochter verbringen.
Reisen mit Mama - Mit dem Rollator durch Italien, der Roman mit 335 Seiten, erschienen im Malik Verlag,
hat was bissig-liebevolles, was ironisch-liebenswertes und spielt vor allem in italienischen Regionen, Plätzen und Städten, die einfach so schön sind, um mehr davon erfahren zu mögen...
Doch man stelle sich vor, die Mama stets mit ihrem roten Rollator unterwegs und die Tochter, die sich nun umgekehrt mehr als Mutter fühlt, als Organisatorin, Seniorensitterin, Krankenschwester und Gute-Laune-Bolzen...nur mit dem Unterschied, dass sie keinen Kindersitz im Auto braucht.
Die Autorin Jane Christmas erzählt in einer herzerfrischenden Art eine turbulente Mutter-Tochter-Geschichte, die umrahmt mit Spaghetti & Vino, so lustig ist, dass "frau" sofort Lust hätte, seine Mutter einzupacken und auch in den Süden zu fahren.
Fazit: Es ist nie zu spät, um knifflige Mütter-Töchter-Beziehungen zu drehen oder zu entwirren. Mit diesem Buch bekommen Sie eine Gebrauchsanweisung, wie das funktionieren könnte. Allerdings mit dem Hinweis einer jeweils individuellen Handhabung.
https://www.malik.de

Dienstag, 2. November 2010

Kochbucher schmecken gut...

Von Gourmetspitzen und 1000 Nudelsaucen –
Oder die Arbeit einer Kochbuchautorin

Kochbücher zu schreiben, scheint ganz einfach zu sein, was die Flut der Bücher inklusive vieler Laien-Autoren beweisen mag

Manchmal verzichte ich bewusst darauf, zu sagen, was ich beruflich ausübe. Sobald ich erzähle, dass ich seit 22 Jahren als Kochbuchautorin und zwar als hauptberufliche Auftragsautorin arbeite, werde ich in Rezeptgespräche, misslungene Gerichte und deren Fehlerfindung, in Tipps für gute Restaurants und Empfehlungen für gute Lebensmittelqualitäten verwickelt. Das kann Stunden dauern und – nur manchmal – möchte ich eben mal über etwas anderes reden.
Doch – ich habe das Glück, dass meine fundierte gastronomische Ausbildung in der Spitzengastronomie, die in die Autorentätigkeit mündete – auch meinem Hobby als Hauptinteresse gilt. Die Arbeit geht fließend in die Freizeit über, d.h., dass ich ständig und immer dem Genuss auf der Spur bin.

Es geht rauf und es geht runter
Geschichten über den Kochbuchmarkt sind Erfolgsgeschichten. Die Branche – die Verleger – jammern zwar immer, ich erinnere mich seit 1989 (mein erster Besuch auf der Buchmesse) und das nun schon seit 20 Jahren, dass es kein Jahr gab, in dem die Branche nicht „kulinarisch stöhnte“. Gerechterweise muss man einfügen, dass sich zeitweise zu viele Verlage dem Segment „Kochbuch“ gewidmet haben und dass natürlich im Laufe der Zeit wieder eine starke Bereinigung am Markt zwangsläufig erfolgen musste. Namhafte Verlage wie z.B. Falken, BLV, Weltbild, Meister, Mosaik verschwanden, weitere Verlage kappten oder stutzten kurzerhand ihre „Genussabteilungen“ bis auf weiteres und machten „einen auf Gesundheitsratgeber“ – eben, was demoskopisch dem Verbraucher unterstellt wurde. Moden wurden und werden bis zum Exzess ausgeschlachtet, entweder sind auf den Schlag 20 druckfrische Titel zum Thema Schokolade im Umlauf – oder dann eben wieder gar keines oder eines in die Jahre gekommenes.
Ich habe mich schon ab und an gefragt, ob es eine gewisse „Spionage-Tätigkeit“ zwischen Verlagen gibt, wo unter der Hand getuschelt wird: „Es ist jetzt die Zeit für Nudelbücher. Mal gucken, wer als erster damit auf dem Markt ist.“

Von Promis & Lizenzen
Ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen. Es geht darum, Geld zu verdienen. Für die Verleger heißt dies u.a. sich an die seit Jahren über sämtliche Bildschirme kochenden Akteure, die sich einen Bekanntheitsgrad und auch Promi-Status erworben haben, ranzuhängen und zeitgleich mit ihnen Kochbücher zu veröffentlichen. Ich denke, dass es mittlerweile kaum noch einen Prominenten gibt, der nicht ein Kochbuch geschrieben oder schreiben hat lassen (hier komme ich oft ins Spiel als Ghostwriterin).
Hinzu kommen die wirklichen Kochprofis wie Wohlfahrt, Lafer, Witzigmann & Co. auf Sterne-Niveau, deren Bücher für die Laien zum Blättern wunderschön und für die Hobbyköche eine Offenbarung sind. Die Auswahl der Bücher ist also schon von Fernsehstars und Meisterköchen bereits ein weites Feld. Hinzu kommen die gekauften Lizenzen aus dem Ausland: Besonders aufwendige Themen, die als Auftragsarbeit für den Verlag sehr viel Geld kosten würden, aber als bereits fertiges Buch zum Übersetzen im preislichen Rahmen bleiben. Es ist nur so, dass die Qualität der Rezeptübersetzungen z.B. vom Amerikanischen ins Deutsche oft wunderlich anmutet: Wer wiegt und misst denn bitte schön 165 g Putenfleisch mit 225 g Rahmspinat und 80 g Sahne ab? Beim Nachkochen kann man eventuell solche Fehler im Topf noch auffangen, aber Lizenz-Rezepte beim Backen, die Grammgenau sein müssen, sind mit Vorsicht genießen, sprich gehen meist daneben.


Kochbuchautorin als Hauptberuf
Ja, das gibt es, denn Bücher zu schreiben braucht Zeit. In meinem Fachgebiet „Essen & Trinken“ habe ich mir seit 1988 einen festen Platz im Bereich der Kulinarik als freie Autorin erschrieben. Verlage brauchen Auftragsautoren, um fundierte, fachlich einwandfreie Manuskripte zu erhalten und um auch Jahre voraus planen zu können. Natürlich nehmen Verlage auch mal Manuskripte von Freizeitautoren an, aber nur, wenn es ein außergewöhnliches Thema ist und dieses auch „Profihaft aufgekocht bzw. aufbereitet“ ist.
Alles, was in Richtung Produktaufklärung, Ernährungswissenschaft, Recherche rund um Kultur und Historie von Ernährung, Land & Menschen in Bezug auf die gewachsene Küche, Erstellen von Wissenswertem spezieller Lebensmittel und kreativer Rezeptentwicklung geht – wird an Fachautoren in Auftrag gegeben. Die Verlage wissen ganz genau, welcher Autor bzw. welche Autorin für das gewünschte Fachthema spezialisiert und geeignet ist. Mein Ruf besteht darin, dass ich als Praktikerin (gelernte Köchin) und Welt gereiste Gourmetjournalistin Kreativität, Innovation und neue Ideen mit fachlicher Kompetenz sehr gut verknüpfe. Bekomme ich einen Auftrag, wie z.B. vom Verlag Jacobi & Stuart, ein Küchenlexikon über „Küchen der Welt von A bis Z“ zu schreiben, freue ich mich sehr, meine (lebenslangen) Recherchen in über 300 Seiten zu fassen (erschienen Oktober 2009). Genauso kann es ergehen, dass ich mal selbst ein Thema vorschlage, weil ich erstens den Kochbuchmarkt genau beobachte und mir denke, so ein Buch fehlt und mich eben mal einige Monate nach Bali „abseile“, um Land, Menschen und Küche zu erforschen. „Balinesisch kochen“, erschienen 2008 im „Verlag Die Werkstatt“ wurde sogar als Kochbuch des Monats vom Focus ausgezeichnet.

Beruf(ung), Harte Arbeit, Selbst und ständig
Als freie Autorin habe ich natürlich meine Schreibstunden, die aber nicht unbedingt von 8 bis 17 Uhr stattfinden, sondern je nach Recherche, mich auch abends oder am Wochenende an den Schreibtisch kleistern. Interviews und Probeessen mit Köchen, Schulungen im Sensorikbereich von Essen & Wein, Pressereisen vor Ort, um zu sehen, wie z.B. Parmesan, Aceto balsamico und Serrano Schinken hergestellt werden. Reisen nach Norwegen und Schottland, um die Aquafarmen und die Austernbänke zu besichtigen. Es ist absolut wichtig, über das, was ich schreibe, auch 100%ig Bescheid zu wissen, um fachliche Qualität authentisch zu beschreiben. Nichts ist schlimmer, als Halbwissen schwammig weiter zu geben. Und genau das, wissen auch die Verlage, dass ich absolut zuverlässig und mit penibler Genauigkeit schreibe.


Wie entstehen neue Rezepte?
Das Entwickeln von Rezepten ist eine wunderbare Sache. Besonders in den letzten Jahren bekommen wir alle internationalen Zutaten, Multi-Kulti-mäßig, überall. Der Geschmack ist international, es gibt nichts, was es nicht gibt, aber wiederum doch besinnen sich die Länder selbstbewusst auf ihre eigenen Küchen. Ruft nun ein Verlag an und fragt nach, ob ich Interesse z.B. am Thema „99 Saucen für Nudeln“ habe, kann ich, je nach Zeit und Neugier zum Thema, ab- oder zusagen. (2008 erschienen im Weltbild Verlag, „99 Nudelsaucen) Der Verlag gibt mir z.B. Eckdaten vor, d.h. gewünschte Größe, Seitenanzahl, ob jedes Rezept bebildert wird, welcher Fotograf und vor allem, den Zeitpunkt der Abgabe vom fertigen Manuskript. Da ich „Profi“ bin, weiß ich ziemlich schnell, was gewünscht ist und fertige ein Konzept an. Die zuständige Lektorin berät sich mit mir, wir inspirieren uns gegenseitig mit einem „Brainstorming“, was Vorstellungen, Änderungen und Ausstattung des Kochbuches betrifft. Dann geht alles ziemlich flott: Ich weiß anhand der Seitenzahl, wie viele Rezepte ich benötige, die Einteilung der Kapitel z.B. in Fleisch, Fisch, Gemüse – gibt ein Raster vor, des weiteren filtere ich runter: Beim Thema Fleisch habe ich Platz für 20 Rezepte, also alle Sorten Fleisch von Schwein bis Strauß, mit den unterschiedlichsten Gar-, Zubereitungs- und Zeitmöglichkeiten, jedes Rezept muss andere Zutaten vorweisen. Keine Doppelungen von Gemüsesorten, kreativ individuell würzen und für jeden Geschmack was bieten. Sobald ich die Rezepte „entworfen“ habe, schicke ich sie an meine „Testerinnen“, zwei Hausfrauen, die unbedarft (genauso wie der potentielle Kochbuchkäufer) an das Rezept herangehen und dieses nachkochen. Bekomme ich von meinen „Kochdamen“ das o.k., mit Bemerkungen zurück, korrigiere ich notfalls und gebe meine Rezepte im Verlag ab. Dort werden sie dann lektoriert und nochmals nachgekocht zum Fotografieren.

Wie soll das alles weitergehen?
Gegessen wird immer – also wird auch weiterhin gekocht. Da aber die Kochsendungen nicht unbedingt das Kochen vermitteln, sondern als Show eher von „Chips essenden Voyeuren“ geguckt werden, ist auch weiterhin der Kochbuchmarkt gefragt.
Ein wahrhaftiges Buch in der Hand zu halten, mit Appetit anregenden Fotos zum Animieren, mit Schritt-für-Schritt-Erklärungen wie alles gemacht werden soll, zum Blättern, zum Schmökern und praxisorientierte Rezepte zum Nachkochen. Dieser Markt wird sich immer wieder neu erfinden und althergebrachtes wieder neu aufbereiten. Und schließlich haben Foodfotos modisch gesehen nur einige Jahre Haltbarkeit. Also – auf zum nächsten Buch, denn das letzte Kochbuch über Italien liegt bei mir schon einige Jahre zurück.



https://www.donhauser-essklasse.de

Rose Marie Donhauser wurde 1959 geboren und wuchs in einem Landgasthof im Landkreis Altötting/Oberbayern auf. Sie verbrachte ihre Lehrjahre in der internationalen Hotellerie, unter anderem im Hilton. Anschließend arbeitete sie als Köchin und Food & Beverage- Managerin. Nach über 15 Jahren in Schweden, Belgien, München – in den besten Hotels –hatte sie ein sicheres Fundament, um über Gastronomie und Kulinarisches schreiben zu können. Das nötige Handwerkszeug erlernte sie an der "Akademie der Bayerischen Presse". Seit 1988 ist sie als Kochbuchautorin, Food- und Reisejournalistin sowie Restauranttesterin. Sie war acht Jahre im Ressort "Essen und Trinken" der Abendzeitung München tätig, schrieb Artikel für Fachmagazine und war Ernährungsexpertin des RBB. Rose Marie Donhauser ist Jurymitglied bei den "Berliner Meisterköchen", gibt ihre Erfahrung in Kochkursen weiter und trat in Kochsendungen der ARD und des SWR auf. Inzwischen hat sie mehr als 160 Kochbuchtitel veröffentlicht, von denen mehrere ausgezeichnet wurden, beispielsweise mit dem Gourmand World Cookbook Award, der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands oder den Schweizer Goldlorbeeren.

Rose Marie Donhauser ist dem Genuss immer auf der Spur, von Bali bis Italien in der Welt unterwegs und träumt davon, eines Tages Restaurantkritikerin für Kreuzfahrtschiffe zu werden – um sich noch mehr den Wind um die Nase wehen zu lassen. "Wer nicht genießt, wird ungenießbar" – dieses frei interpretierte Zitat von Konstantin Wecker lässt Rose Marie Donhauser immer wieder auf das Wesentliche zurückkommen: Lieber eine einfache Gulaschsuppe, zubereitet mit den besten Zutaten und viel Herzblut, als im feinsten Lokal zu speisen und die "Leidenschaft" der Küche nicht erkennen zu können. Rose Marie Donhauser lebt in Berlin und hat einen Sohn und eine Tochter.

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