Wochenanfang, Montag - uff - wieder ein schönes Wochenende vorbei. Montage haben es nicht leicht. Sie werden als Anfang für die Bürde der Arbeitswoche gesehen. Sie beginnen mit dem allwöchentlichen Stau. Sie erinnern uns, dass nun wieder für einige Arbeitstage "Schluß mit lustig" ist. Montage erschrecken uns frühmorgens auf der Waage. Montage sind die unangenehmen Tage, die meistens für Fasttage und Diätschwüre mißbraucht werden. An Montagen ist Hektik angesagt: Behördengänge, aufgeschobene Termine, Kühlschrank auffüllen, aufräumen vom Wochenende. Montage haben es nicht leicht.
Doch - ich liebe Montage. Ärmel hochkrempeln, euphorisch die neue Woche begrüßen, Netzwerke und Termine verknüpfen, durchstarten - als wenn ich am Montag schon die ganze Woche bewältigen wollte. Ja - ich finde Montage schön: Frischen Salat und Obst holen, beim Bio-Bäcker frisches Brot (und keine gebackene TK-Ware) kaufen, das Wochenende aus der Wohnung fegen und zum halben Preis ins Kino gehen. Montage sind schön, genauso wie Dienstage, Mittwoche, Donnerstage, Freitage, Samstage und Sonntage...
Es gibt ein Buch "1000 places to see, before you die". Ich habe es noch nicht gelesen, aber unwillkürlich perlen die schönsten Plätze der Welt wie ein Film von den Augen ab, bei der Vorstellung, was in meiner persönlich schwärmerischen "Reise-Abhakliste" alles stehen sollte/müßte: Unbedingt Orlando mit SeaWorld und Discovery Cove
Mit einem Delphin schwimmen zu dürfen, ist nicht zu toppen. Es ist ein unwahrscheinliches Glücksgefühl, diesen Tieren so nahe zu sein. Dazu ist mit "Disvovery Cove" ein einmaliger Platz geschaffen worden. Die Gäste sind pro Tag limitiert, so dass immer ein Gefühl der Einzigartigkeit und einem inneren Wohlsein entsteht. Sie haben den ganzen Tag Zeit, in den Lagunen zu schnorcheln oder in den Vogelpark zu gehen. Es ist eine Oase der Ruhe, der Respektierlichkeit gegenüber der Natur und einem "zu sich zur Ruhe kommen".
Also klicken Sie sich virtuell bei
www.4adventure.com
durch und Sie werden stauen, was Sie in Ihrem nächsten Urlaub alles erleben könn(t)en.
In Berlin ist ständig was geboten. Die Auswahl ist riesengroß, deshalb ist es auch gut, wenn Journalisten gezielte Empfehlungen aussprechen, um gute Theaterspecials rauszufiltern. So verhält sich das mit dem neuen, hochmodernen "Theater der Sinne", welches sich im 1.Stock der Spielbank Berlin am Marlene-Dietrich-Platz 1, befindet.
Das knisternd-erotische, lustvolle Theaterereignis wird von 30 Tänzer- und Tänzerinnen, Artisten und Musiker in sehr professioneller Weise dargeboten. Das Spiel mit der Lust wird perfekt in Szene gesetzt. Der Anfang wird mit einem kulinarischen Vorspiel von Hans-Peter Wodarz in Form von Lachshäppchen, Kaviar und Blinis "angetörnt". Nach Lust auch noch ein Löffelchen Kaviar auf dem Handrücken und dazu ein Gläschen Champagner? Wie steht es in der Vorankündigung?: "Die Lust kennt viele Ausdrucksformen, aber keine Grenzen".
Alles in allem sind es wunderbare 120 Minuten, die alle Sinnesfreuden wecken. Sollten Sie nicht genug davon bekommen, so haben Sie pro Abend zweimal die Möglichkeit dieses Spektakel zu erleben. ...und bleiben Sie fröhlich, wenn Sie die "Haustranse", die durch´s Programm führt, mal sehr heftig unter die Gürtellinie anredet. Wie sagte sie selbst von sich? "Ich bin das schönste Sommerloch Berlins".
Ich bin ausgebildete Köchin und habe in den verschiedensten, internationalen Hotels gearbeitet. Ich schreibe seit 20 Jahren über Essen und Trinken, gebe Kochkurse und habe bereits über 150 Kochbuchtitel veröffentlicht. Ich bin kulinarisch neugierig, probiere alles mögliche aus und koche mich quasi quer durch die Welt.
Doch - eine große Herausforderung habe ich noch nicht zur Zufriedenheit gelöst: Meine Kinder zu bekochen gleicht einem Zirkusakt. Naja, als Mutter will man natürlich, dass die Kleinen (! 17 und 11 Jahre alt) ernährungsphysiologisch optimal betreut sind, so dass der Speisezettel eine gesunde Mischkost aufweist. Dann - ganz wichtig - Kinder legen sehr viel Wert auf´s optische - sie essen mehr als Erwachsene mit den Augen. Sieht etwas nicht so gut aus, dann wird das Teller erst mal weggeschoben...Also, meine Kinder sind essenstechnisch schwierig. Die Große mag keinen Fisch, kein sichtbares Fett, keine Milch, kein Hühnchen, keine exotischen Gewürze. Der Kleine mag keine Zwiebel, keinen Knoblauch, keine Kräuter, keinen Salat (außer Gurke), kein Obst (außer Himbeeren und Pfirsiche), Fisch und Gemüse auf Anfrage.
Wissen Sie, was ich als (doofe bzw. besorgte) Mutter mache? Ich lüge, dass sich die Balken biegen, verkaufe Hühnchen als Fisch und umgekehrt, malträtiere Kräuter, Zwiebel und Knoblauch so,dass man sie im Essen nicht mehr sieht. Biete Desserts mit Milch als Joghurt- und Sahneleckerbissen an. Vergrabe meine Lieblingsgewürze ganz tief unterm Reis oder den Nudeln. Verkaufe Fasan und Strauß als Geschnetzeltes. Wohl fühle ich mich dabei nicht, aber wenn der Kleine einen Smoothie mit sämtlichen Obstsorten trinkt und lecker dabei sagt - dann denke ich mir: Anscheinend muß ich die "Gesundheit" in meine Kinder "reinprügeln. Oder so ähnlich.
Süßes macht glücklich - ganz einfach, weil die oftmals gestrauchelte Seele was zum Naschen braucht. Zucker gibt einen Energieschub, der uns so richtig tief durchatmen läßt.
Und für solche Tage, gestresst oder mal kurz durch den Wind, habe ich ganz tief im Küchenschrank ein Waffeleisen vergraben. Einfachste Zutaten wie Zucker, Butter, Eier und Mehl sind meistens vorhanden - also nix wie los und eine kulinarische Seelenmassage vorbereiten.
Im Weltbild Verlag ist ein Waffelbuch von mir mit dem Titel
70 neue Waffelrezepte
erhältlich. Sie finden dabei nicht nur süße Waffeln, sondern auch pikant herzhafte, schlanke und vollkornige Rezepte.
www.weltbild.de
Hier nun mein heutiges Waffelrezept:
6 Eigelbe mit 100 g weicher Butter, 100 g Zucker und etwas abgeriebener Orangenschale cremig rühren. 200 g Sahne zugießen, das Mehl unterrühren und 6 Eischnee unterziehen.
Den glatten Teig portionsweise im vorgeheizten, gefetteten Waffeleisen goldgelb backen. Dazu paßt Apfelmus oder Nutella.
Sante de Santis, mein Lieblingskoch aus der Sendung "Kochduell" hat ein neues Kochbuch im Umschau Verlag herausgebracht.
Es sieht im ersten Moment nach viel Arbeit aus. Uff - abwiegen, kneten, ruhen, auswellen, schneiden, kochen, abgießen...aber ich liebe es in der Küche stundenlang vor mich hinzuarbeiten. Das ist so wie eine Art "verordnetes Schweigen mit ruhigem, konzentriertem Arbeiten", um wieder Kraft für die anderen Unwägbarkeiten des Lebens zu schöpfen. Die Wut lasse ich dabei am Teig aus und boxe und knete das Mehlgemisch durch, so dass wir am Ende beide ruhen müssen.
Jedenfalls finde ich das Teigwarenbuch von de Santis sehr ansprechend. Natürlich handelt es sich um italienische Teigwaren bzw. Küche. Alles querbeet - was wir an Italien so lieben. Doch bevor ich mich mit Santo´s Anweisungen in die Küche stelle, werde ich "die Worte" aus dem Kochbuch erst einmal essen, bevor ich zur Umsetzung in meiner Küche schreite.
Nähere Infos: www.umschau-buchverlag.de
Jetzt muß ich mich mal selbst loben, auch wenn Eigenlob stinkt: Ich habe beim Seehamer Verlag ein Kochbuch mit dem Titel "Rohkost, Rezepte aus dem Paradies" veröffentlicht. Ein großes, schönes Buch mit fantastischen Fotos, die von Martina Görlach stammen. Die Rezepte sind zum Genuss alle roh - eben rohe Kost. Ein kunterbuntes Treiben aller Farben, optisch auch eine Wohltat für die Seele, wartet auf dem Teller, um genüsslich verspeist zu werden. Nun ist mein Buch von der Gastronomischen Akademie Deutschlands für 2006 mit der Silbermedaille ausgezeichnet worden. D.h. die Medaille wird feierlich auf der Buchmesse am 4.Oktober überreicht. Welch eine Freude, denn ein größeres Lob für meine Arbeit (außer der Goldmedaille) könnte ich mir gar nicht vorstellen. Und ich finde, dass ich und mein Verlag, diese Auszeichnung auch verdient haben.
By the way: Unser Buch ist auch vom World Gourmand Cookbook Award, 2006 als bestes Gemüsebuch in Deutschland ausgezeichnet worden.
Ich bekam Presseinformationen aus Südtirol. Alles las ich ganz genau durch, meine Gedanken schwelgten dabei schon in Bozen, Meran und im Rosengarten. Doch - hungrig sollte man diese Informationen nicht lesen. Das Rezept der "marinierten Forelle auf Apfelbett" hat es mir angetan.
Also besorgte ich mir schnell 2 geräucherte Forellen, die ich in vier Filets aufteilte. Dann rührte ich (genau nach Rezept) den Saft von 1 / 2 Zitrone mit 1 TL Südtiroler Honig, 1 durchgepressten Knoblauchzehe und mit Salz und Pfeffer. Mit dieser Flüssigkeit beglückte ich die Forellenfilets und ließ sie erst einmal zugedeckt 30 Minuten ziehen bzw. marinieren. Aus 3 EL Apfelessig, 3 EL Olivenöl, 1 Bund Schnittlauchröllchen und Salz und Pfeffer rührte ich die Marinade.
Dann schälte ich 3 Südtiroler Äpfel und hobelte sie in feinste Scheibchen. Diese verteilte ich auf zwei Teller und darauf legte ich die marinierten Forellenfilets. Die Schnittlauchsauce habe ich schon vorher über die Apfelscheiben löffelweise verteilt. O.k., jetzt klingle ich noch bei der Nachbarin und lade sie zum Essen ein. Dazu gibt es Südtiroler Schüttelbrot und ein Gläschen Südtiroler Weißburgunder. Südtirol schmeckt gut.
www.suedtirol.info/produkte
www.suedtirolerwein.com