Samstag, 22. Juli 2006

Man ist der Dickmann...

Hier in Kanada nicht in's Fettnaepfchen zu treten, ist verdammt schwierig. An jeder Ecke lauern Koestlichkeiten, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.
"The Chocolatfactory" z.B. in Jasper. Schokoladige Baerentatzen mit kandierten Pecannuessen, kandierte Elchohren mit Schokoguss und eine Auswahl an etwa 20 Popcornsorten mit u.a. Ketchup-, Kirsch-, Wasabe-, Krauter- und Marshmellowgeschmack. In Banff sticht der Candyshop mit seinen ueber 40 verschiedenen Apfelsorten heraus. Dazu wird auch noch jede Apfelsorte mit Toffee-, den verschiedensten Schokoladen- sowie Nusssorten-, Zuckerglasuren und Candyvariationen ueberzogen. In Whistler ist die Eisdiele "Cows" ein Muss. Der Shop riecht intensivst nach frisch gebackenen Waffeln und Sahne/Milch. Das Pralineneis mit Chocostuecken ist gemein gut. Die Eisdiele ist leicht zu finden, weil sich immer eine Warteschlange davor bildet.
Fazit: Drei Wochen Urlaub in Kanada sind gewichtsmaessig nur mit viel Sport, so wie Trekking, Kanu fahren und Mountain Biken, zu ueberstehen. Aber eines darf ich nicht mehr machen, dass ich hungrig in den Supermarkt gehe. Die Auswahl ist einfach zu gross...

Donnerstag, 20. Juli 2006

Bayern ist ueberall...

Wir waren in Kimberly, welche zu den hoechstgelegendsten Staedten in Kanada, mit ueber 1113 m, zaehlt.
Doch nicht genug, es ist auch die bayrischte Stadt, die ich hier (bisher) gesehen habe. Mitten in Downtown in der Fussgaengerzone jodelt eine riesige Kuckucksuhr. Rundherum sind Caf'es und Restaurants wohlig angerichtet, die alle bayerische Schmankerl von "Appelstrudel bis zu Schweinebraten mit Spaetzle (?) offerieren. Im "Platzl" gibt es Wienerschnitzel mit French Fries, Brezel mit einer Mass Bier und im Mozart' s natuerlich Mozartkugeln und Sachertorte. Ueberall ist eine "alpine/deutsch/oesterreichisch/bayerische Atmosphaere mit viel "Humdassa" und gewaltiger Brauchtumspflege von "Alpeneinwanderern" zu erkennen und zu (er)hoeren.(Hilfe - die Jodelei war am schlimmsten - und schon wieder urkomisch dabei).
In Calgary gibt es sogar den groessten Alpen-Import, dort koennen Sie alles kaufen und bestellen, was Sie aus Ihrer Heimat vermissen koennten. Aber als Touristin - und noch dazu fuer mich als Bayerin - ist es einfach eine "scheene Gaudi", dies alles zu beobachten.
Fazit: Dass es in Kanada eine sehr grosse deutsche Community gibt, ist bekannt. Jedoch wusste ich nicht, dass der "Bayern-Anteil" ueberwaeltigend gross ist.

Das kommt mir kanadisch vor...

Waehrend meiner Tour von Calgary nach Vancouver, entdecke ich im "alltaeglichen Leben" immer wieder nette Kleinigkeiten, die mich auch zum Schmunzeln bringen.
1. In Banff, der Berg- und Skitreffpunkt schlechthin in den Rocky Mountains, gefaellt mir das Ampelsystem. Sobald die Fussgaengerampeln auf Gruen schalten, zaehlt eine Uhr rueckwaerts die Sekunden. Man hat quasi 29 Sekunden zum Ueberqueren Zeit! (Vielleicht fuer aeltere oder gehandikapte Menschen interessant).
2. In Kanada gibt es in keinem Supermarkt Alkohol - auch kein Bier. Es gibt spezielle Liquor Stores, in denen jeglicher Alkohol zu bestimmten Zeiten verkauft wird. Also gut planen, wenn Bier am Sonntag fuer das Lagerfeuer gebraucht wird.
3. In jedem Hotelzimmer gibt es eine Vorrichtung, um Kaffee zu kochen. Auch Portionspakete Kaffee, Milch und Zucker liegen dabei. Das finde ich echt Klasse!
4. Unterschiedlichste Groessen von Trockenfleisch sind im Angebot, ob als Snack oder als Grossverbraucherpackung. Ich habe schon das Fleisch von drei verschiedenen Firmen probiert - und es schmeckt ausgezeichnet. Eigentlich wie geraeucherter Schinken.

Sonntag, 16. Juli 2006

www.lonelyplanet.com

Will einer eine Reise machen, dann wird auch gruendlich recherchiert, geplant und sich kundig gemacht.
Doch welcher Reisefuehrer passt zu einem? Die Qual der Wahl ist gross, oftmals entscheidet der Geldbeutel und meistens das Niveau, das man anstrebt. Bei Pauschalreisen bekommt man eh soviel Reiseunterlagen, dass ein Reisefuehrer gar nicht mehr noetig ist. Doch bei Individualreisen, bei denen alles "selbst in die Hand" genommen wird, von Unterkunft suchen, Reiseroute festlegen, Mietauto buchen, sich zwischendurch auch einfach (an)(ver)leiten lassen, was einem sonst noch gefaellt, ist man gezielt auf gute Reisefuehrer angewiesen. Bei meiner Reise durch Kanada, von Alberta bis British Columbia - von Calgary bis Vancouver - quer durch die kanadischen Rocky' s, habe ich mir den "Lonely Planet travelguide" fuer Kanada besorgt. Zwar bekommt man diese Guides fast nur in Englisch (auch den kanadischen), aber es soll auch schon einige in deutscher Sprache geben. Da ich aber sowieso in einem englischsprachigem Land verweile, sind die Informationen in Englisch perfekt.
Auch Restaurantempfehlungen habe ich schon angenommen, so auch in Fernie, einem kleinen Nest etwa 250 km suedlich von Banff. Dort wird die "Rip'n Richards Eatery empfohlen. Ich habe dort auf der Terasse, umrandet von riesigen Blumenkaesten mit den schoensten Geranien, sehr, sehr gut gegessen. Und super guenstig.
Fazit: Everything you need or want to know / ist in den Reisefuehrern von Lonely planet verzeichnet.

Samstag, 15. Juli 2006

Ein Muenchner in Kanada

Wir besuchten in Calgary einen Austauschstudenten aus Muenchen, der nun schon ueber 1 Jahr hier in Kanada lebt. Georderte Lebensmittelwuensche aus Bayern, die er gerne von uns mitgebracht bekommen haette, konnten wir leider wegen der strengen Einreisebestimmungen nicht mitbringen: Bauernbrot, Brezen, geraeucherten Schinken, Leberkaese und speziellen Griessnockerlgriess. Leider!
Wir fragten ihn hier vor Ort, was er denn als typisch kanadisches Essen ansaehe. Oh - das moechte ich lieber nicht wiederholen: Pizzachops (Mikrowelle), Sushi, getrocknetes Fleisch (sehen aus wie Beefies) und Steak, Steak und nochmals Steak.
Wir luden ihn zu einem Essen ein, wobei er natuerlich in ein Steakrestaurant steuerte und dort ein dickes Sirloin Steak mit mashed Potatoes mixed mit Gorgonzola, Meerrettich und gruenem Spargel ass. Dabei sinnierte er darueber, was er am 4. August, seiner Rueckkehr nach Muenchen alles essen werde: Schweinebraten und Semmelknoedel, Kaiserschmarrn, Spaetzle mit Zwiebel-Rostbraten, Weisswuerste mit Haendlmeier-Senf und Brezen. Und natuerlich ein gscheites Bier. Momentan trinkt er das billigste Bier hier in Kanada - das Honeybeer.
Fazit: Ich bin ja noch einige Zeit in Kanada und werde sicherlich ueber das ultimative, kanadische Essen noch schreiben koennen. Aber momentan laueft mir bei dem Gedanken an Muenchner Bier und reschen Brezen auch das Wasser im Munde zusammen.

Freitag, 14. Juli 2006

Baerensteak oder Elchschinken?

Ich bin noch immer der Frage auf der Spur, was das kanadische Essen genau ausmacht? Dazu war ich heute in einem "Original kanadian Restaurant" called "Maple Leaf" (das Ahornblatt ist das Wahrzeichen der Kanadier auf der Flagge).
Die Speisenkarte empfand ich eher als eine internationale Mischung, so war z.B. Bruschetta, Pizza, gegrillte Tintenfische, Spaghetti mit Vongole und Caesar' s Salat vertreten. Natuerlich liess ich diese Gerichte mit einer selektiven Verachtung gar nicht an mich heran, denn ich wollte ja original kanadisch essen.
Nach einer gewissen Gerichte/Filterung beim Lesen, hatte ich letztendlich die Wahl: Ich verspeiste keine mit Whisky eingelegten und gegrillten Spareribs, auch keine gemischte Platte mit Wildschinken und -pastete sowie kan. Kaese. Ich entschied mich fuer eine wunderbar gebratene Regenbogenforelle mit Apfel-Buttersauce als Vorspeise (!), danach wurde ein mit Aepfel gebratenes Tenderloin Steak mit mashed Potaetos und Cognac-Maiskolben serviert. Zum Dessert habe ich verschiedene Cookies probiert - mit viel kanadischen Kaffee.
Fazit: Ich habe mir sagen lassen, dass "Baer" nicht schmeckt. Anscheinend auch nicht im Angebot - muss ich aber noch genauer nachhaken.
Geraeucherter Elchschinken ist eine Delikatesse - gab' s zum Fruehstueck.

Donnerstag, 13. Juli 2006

Was is(s)t ein Cowboy?

Das groesste Cowboyfestival der Welt findet momentan in Calgary, Bundesstaat Alberta in Kanada vom 7. bis 16.Juli statt. Und ich bin dabei! Rodeo-Shows, Planwagenrennen, Wettbewerbe in Lassowerfen - alles rund um den Cowboy wird gezeigt. Cowgirls sind natuerlich auch vertreten - ganz schoen sexy mit Jeansminiroecken, Cowboystiefeln und grossen Cowboyhueten - den Stetsons.
Was ein richtiger Cowboy is(s)t, der ernaehrt sich von Fleisch. Hier auf dem Festival sind Blockhuetten nachgebaut mit Feuerstellen/Lagerfeuern, wie man sie in der Prairie vorfinden wuerde. Ueberall auf dem Gelaende zieht sich der Barbecue-Geruch so eindringlich durch, dass ich gar nicht anders kann, als mir auch so "ein halbes Rind" zu bestellen. "Bulls Eye BBQ Beef" ist doch mal was. Dazu geroestete Kartoffelecken (Potatoewedges) und gegrillte Maiskolben. Spaeter bestelle ich noch einen "Outlaw Mega Burger" und eine Riesengrillwurst, die aus 100% pure Beef besteht. (Alles natuerlich der kulinarischen Recherche wegen...obwohl es (rind)gut ist).
Fazit: Ein Cowboy is(s)t Beef. Und sollte er ein Softie sein und Tofu essen, dann wird hier auf Plakaten damit geworben, dass er sich zu seinem Pferd einen "Hummer" (Automarke, wie ein Riesenpanzer sieht das Auto aus) bestellen sollte, um seine "Maennlichkeit" zu dokumentieren.

Mittwoch, 12. Juli 2006

So schmeckt Kanada...

Ich bin für die nächsten drei Wochen in Kanada auf kulinarischer Recherche. Heute ist mein dritter Tag in Calgary, aber ich kann noch nicht genau sagen, was der "gemeine Kanadier" so schlechthin isst. Es gibt alle möglichen, internationalen Restaurants, multikulturell, wie überall auf der Welt. Dazwischen sind die diversen Fastfoodketten von Wendys, Mac Donald, Tom Horton bis über Starbucks vertreten. Als typisch kanadisch schätze ich momentan das Überangebot der Steakhäuser ein. Is(s)t der Kanadier etwa ein sehr großer Fleischesser? Wahrscheinlich, denn die Rinder aus Alberta sind bekannt für ihre gute Fleischqualität und nach so einem Steak können ruhig die Finger abgeschleckt werden. An jeder Ecke gibt es Dörrfleisch in allen Größen und Portionen abgepackt, zu kaufen.

In den Supermärkten kauft es sich leicht ein, denn es braucht anscheinend niemand mehr zu kochen. Eierkuchen (Pfannkuchen), Rühreier, Hush Brownies, frisches Pfannengemüse - eigentlich die einfachsten Gerichte sind fertig abgepackt - nur noch zum Erwärmen in der Mikrowelle.
Ich werde mich hier einfach mal vorerst quer durch British Columbia und Alberta essen - mit gutem Rindfleisch und natürlich mit dem weltberühmten kanadischen Wildlachs.

Montag, 10. Juli 2006

Was? Es gibt hier keinen Alkohol?

Ein Klatschregen ueberraschte mich voellig. Was tun? Natuerlich das naechst gelegene Lokal aufsuchen. O.k. hier riecht es irgendwie anders, ungewoehnlich. Aha - Schichas stehen zuhauf umher, mit allen Geschmacksrichtungen versehen - kann man diese Wasserpfeifen mieten? Nach rauchen ist mir gar nicht zumute - mal sehen - in welchem Lokal ich hier gelandet bin. Humus und Fladenbrot bestelle ich erst einmal und sehe mir die Getraenkekarte an. Einen arabischen Mokka und eine Virgin Pina Colada hinterher. Ist zwar ungewoehnlich, aber anscheinend brauche ich das bei diesem Wetter. Ich bestelle arabische Koestlichkeiten mit Pinienkernen, viel Zuckersirup und vielschichtigem, frittiertem Blaetterteig. Der Pina Colada schmeckte anders, aber wie? Ich bestelle eine Virgin Margherita - der Regen wird immer schlimmer, mittlerweile hagelt es. Komisch, auch dieser Geschmack von einer Margherita ist mir fremd. Ich unterhalte mich ziemlich intensiv und frage nun endlich massiv nach Prosecco oder Wein. "Wir haben ueberhaupt keinen Alkohol", entgegnet mir der freundliche Araber. Irgendwie muss ich einen recht verzweifelten Eindruck machen, denn er sagt im Nachsatz: "Sie koennen die Wasserpfeife auch umsonst rauchen".
Fazit: Es ist schon irritierend, wenn man in ein Restaurant geht, ohne zu gucken, welcher Nationalitaet es angehoert. Und noch irritierender ist es, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass man/frau ohne Alkohol keinen netten Fruehabend verbringen koennte.
Nachsatz: Irgendwie nimmt Alkohol eine beaengstigende Normalitaet bei uns ein. Wir sollten vielleicht oefter mal fuer uns selbst dazu Nein sagen. Ich wollte schon immer eine Wasserbar eroeffnen, denn es gibt fantastische Wassersorten weltweit.

Amour Food

Sinnlich essen und lesen

Aktuelle Beiträge

So schmeckt der Sommer:...
Mit Beginn des Sommermonats Juni präsentiert sich der...
Rose Marie Donhauser - 2. Jun, 12:21
nicko cruises fährt wieder...
Startschuss für innerdeutsche Flusskreuzfahrten am...
Rose Marie Donhauser - 1. Jun, 12:38
Erste nicko cruises Flusskreuzfahrt...
Saisonstart auf dem Douro in Portugal Sinkende...
Rose Marie Donhauser - 25. Mai, 13:03
Mit nicko cruises ins...
WORLD VOYAGER nimmt im Mai und Juni Kurs auf die Azoren...
Rose Marie Donhauser - 19. Mai, 12:37
3, 2, 1 – Urlaub! nicko...
3, 2, 1 – Urlaub! nicko cruises versteigert freie Kabinen...
Rose Marie Donhauser - 18. Mai, 12:26

Archiv

Februar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
 
 
 
 

Suche

 

Abonnements

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Esslust
Nachdenken
Portrait
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development