Samstag, 4. März 2006

Liebespaare - wohin man schaut...

Wer passt zu wem? Gibt es ideale Partner? Sind Ergänzungen das Geheimnis der Beziehung? Oder Harmonie durch und durch? Das wahre Leben macht auch vor der Küche keinen Halt: Hier verbünden sich Partner, die ohne einander gar nicht könnten! Salz ohne Pfeffer? Pfeffer ohne Salz? Essig ohne Öl? Öl ohne Essig? Sollte man diese klassischen Liebespaare trennen? Sicherlich nicht. Aber es gibt kulinarische Paare, die nicht das gleiche geben, sondern sich in der Dominanz outen. Kartoffelschnee und Kaviar? Wer ist hier der Hauptdarsteller? Fisch und Zitrone? Aber auch hier schlägt das Leben erbarmungslos zu: Manche Partner brauchen einen dominanten Partner, es ist wie ein Lebenselexier, das den schwächeren stärker macht.
Warum ich über dieses Thema sinniere? Weil ich mich frage, ob Liebespaare auch in der Kulinarik denselben Geschmack haben sollten? Was tun, wenn der eine Käse über alles liebt und der andere schon vom Geruch grün im Gesicht wird? Wenn der eine sich nur von Eiweiß ernährt, Fleisch und Fisch pur und der Partner ein grünes Pflänzchen ist? Mein Fazit: All zu viele Verschiedenheiten sollte es bei einem Liebespärchen nicht geben. Denn ich möchte gerne meinem Partner meine "mich beglückenden" Speisen in den Mund schieben können, um mit ihm die Freude des Genusses zu teilen. Wie ist Ihre Erfahrung?

Freitag, 3. März 2006

Lust auf Etwas! Aber auf was?

Natürlich hat die Lust mit erfreulichen Dingen zu tun. Ich würde nicht sagen, dass ich Lust auf den Abwasch, auf den Arztbesuch oder auf meine Rechnungsbriefe habe. Nee - Lust hat mit Freuden zu tun. Lust auf Essen, auf einen Flirt, auf den Partner, auf Theater oder auf Nichtstun.
Okay, sondieren wir erst einmal das "Gelände". Was könnte es heute sein? Der Partner? Gut, dann die Frage: "Haben wir Lust auf ihn und wollen wir die Lust schüren und sogar untermalen?" Partner tut gut mit Zeit, mit Essen, mit gutem Wein und guter Musik. Sollen wir ihn mal überraschen? Wäre ja auch mal schön, eine andere Seite zu zeigen oder aufzuziehen?! Ich z. B. habe heute Lust, dem Essen, das ich kochen werde, ein Motto zu geben. Nachdem ich mich heute so für die Farbe rot begeistere, werde ich dieses Motto wählen: Rote Tischdecke, rote Kerzen, rotes Besteck (hab ich sogar), rote Servietten. Dazu weiße Glassteine auf dem Tisch verteilt und weiße Teller. Das Menü werde ich folgendermaßen gestalten: Rindercarpaccio mit getrockneten Tomaten, Tomatensüppchen, gegrillter Radicchio mit Rotbarbe (okay, das Fischfleisch ist weiß), heiße Himbeeren auf Vanilleeis (oder Erdbeereis?). Dazu gibt es einen "Testa Rossa" (Champagner mit Himbeermark) und eine Flasche schönen Bordeaux. Naja, weiter geht es dann mit rotem Negligé, roter Bettwäsche und sanftem Eröten. Dann ist aber genug mit Rot. Morgen habe ich vielleicht Lust auf Schwarz! Neugierig, was mir essensmäßig dazu einfällt? Ich auch!

Donnerstag, 2. März 2006

Große Sünde oder kleine Sünden? Bei Machiavelli ...

Das sind Fragen, die individuell und je nach Gelüsten entschieden werden müssen ... Und zwar im Ristorante Machiavelli. Ein ideales Plätzchen für die Zweisamkeit, die inniglich auf den roten Sofas Platz nehmen kann und erwünschterweise in den tiefen Polstern zusammen rutscht.
Unter www.machiavelli-berlin.de können Sie den "kleinen Italiener" begutachten, der zwar viele Plätze zur Verfügung hat, aber doch einen sehr intimen Charakter ausstrahlt. Gerade bei Dates wählt man ja fast immer ein italienisches Restaurant. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Italien mit Romantik pur verbunden wird. Alleine schon die Namen zergehen auf der Zunge: Pasta, Focaccia, Caramelle al Fagiano e uvette (Bonbonnudeln mit Fasan-Rosinenfülung in Rosmarinsauce), Caccicucco (köstliche Fischsuppe) oder Mozzarella. Die "kleinen Sünden" sind köstliche Datteln gefüllt mit Gorgonzola und die "große Sünde" besteht aus süßen Schlemmereien. Dazu ein Glas sizilianischer Weißwein "Regaleali Bianco" und die italophile Seite zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

Mittwoch, 1. März 2006

"SMS for Lovers"

Jedes Mal wieder, wenn ich eine Shortmessage - manchmal auch zu unmöglichen Tag- oder Nachtzeiten - verschicke, denke ich mir: "Was haben wir bloß früher ohne Handy gemacht?" Wir haben uns öfter verfehlt, wir haben weniger über Hilfsmittel wie das Telefon kommunziert, wir haben uns nicht jeden spontanen Gedanken mitteilen können, wir sind oft nicht abgeholt worden, aber irgendwie haben wir das alle überstanden.
Heutzutage stürzen die Menschen aus dem Flieger oder dem Zug, überall piept das "Onlinesein", nur um mitzuteilen, dass man angekommen sei. Es ist interessant, zu beobachten, wie mitteilungsbedürftig wir durch das Handy geworden sind. Meinen Freundinnen simse ich regelmäßig, dass ich an sie denke, meinen Freunden simse ich zwischendurch Erinnerungen an gewisse Termine und manchmal ertappe ich mich, dass ich mir denke: "SMS is the temptation to make nonsense". Aber - für neue Bekanntschaften, für die Vertiefung von Flirts, das Verfestigen von Affären oder möglichen Beziehungen sind die Handys als "Flirtline" unschlagbar: Der Gute-Nacht-Kuss, der Guten-Morgen-Kuss, der Zwischendurch-Kuss, der Mittags-Kuss, die stündlichen Küsse, hübsch verpackt in Worte - das sind die streichelnden Seelenanmacher, die das Blut in Wallung bringen können.
Für den Fall, dass Ihnen beim Simsen einmal die Worte fehlen, empfehle ich Ihnen mein neues Büchlein "SMS for Lovers" (Storia Verlag). Garantiert amüsant zu lesen und auch als Schatzkästlein für geliehene SMS-Sprüche sehr gut zu gebrauchen.

Montag, 27. Februar 2006

"Bringt einen interessanten Menschen mit..."

Eigentlich stammt die Grundidee aus der Serie "Sex and the City". Da gab es doch die Folge, in der Charlotte eine Party unter dem Motto veranstaltete, dass jede Frau einen Mann mitnehmen sollte, an dem sie nicht mehr interessiert ist. Sozusagen, um die Kontaktbörse für die anderen Mädels aufzubauen, die ja an den "Exen" Interesse haben könnten. Mich hat die Idee dazu inspiriert, bei regelmäßigen Abendessen, die ich veranstalte, meinen Freunden zu sagen: "Jeder oder Jede soll bitte einen Menschen mitnehmen, den ich nicht kenne und der in unsere Runde passen könnte".
Ich praktiziere das noch nicht lange, aber es war eine hervorragende Idee. Unsere Runde ist jedesmal mit außergewöhnlichen Menschen gespickt, die nun nicht unbedingt Journalisten sind. Und das ist gut so. Denn nun reden wir auch über Kunst, Kultur, Politik, je nachdem, in welchen Bereichen sie arbeiten - und wir haben mal anderen Gesprächsstoff als Slow Food, Food Watch, Food Editor Club, Spitzenköche, innovative Restaurants und die Frage, ob Puteneier besser schmecken als Hühnereier.
Probieren Sie es auch mal aus, Sie können nur profitieren.

Freitag, 24. Februar 2006

Vorher feurig, nachher sauer

Karneval oder Fasching? Sins Sie ein Couch-Muffel? Oder lassen Sie sich in das große Finale der Narren, Jecken und Spaßmacher reinfallen? Ich jedenfalls feiere die Feste, wie sie fallen - und das "feste". Geplant habe ich bis Dienstag Nacht um 24:00 Uhr nichts, aber vielleicht falle ich unvorhergesehener Weise in irgendeine Bar ein. Ob Berlin, München oder Köln - sobald Sie den Fuß an diesem Wochenende in der City haben, sollten, werden sich unvorhergesehene Dinge ereignen. Alkoholgeschwängerte Personen umarmen Sie urplötzlich und wollen mit Ihnen tanzen, trinken oder eine Freundschaft anbandeln. Lassen Sie es zu! Was kann schon passieren? Nur bei einem möchte ich Sie dringend warnen: Unterschätzen Sie den Alkohol nicht. Bauen Sie sich ein gutes Fundament mit Thunfisch, Brathering, Tatar, Gulaschsuppe und Brot. Ein bisschen fett und ganz viel scharf. Bleiben Sie dann bitte beim Alkohol bei einem Getränk. Nicht durcheinander trinken. Und zwischendurch immer wieder kräftig Wasser trinken. In den Morgenstunden passen dann Rollmops, Austern oder ein gut wärmendes Süppchen. Oder wollen Sie am anderen Tag einem Kater begegnen?

Donnerstag, 23. Februar 2006

www.zimmer-mittendrin.de

Wenn ich nicht schon in Berlin wohnen würde, ja dann wüsste ich, wo ich mich bei meinen Besuchen einquartieren würde. Gucken Sie mal auf die Homepage der Gastgeberin und Schauspielerin Sabine Knoll.
Vielleicht sind auch Sie ein Typ, der durch viele Reisen das anonyme Wohnen in Hotels satt hat. Ja, dann ist diese kleine, feine Künstlerpension "mittendrin", gleich um die Ecke vom KadeWe, genau das Richtige für Sie. Sabine Knoll führt ihre ganz persönliche Pension mit Engagement, viel Liebe und einem sehr geschicktem Händchen, was Einrichtung und Ambiente betrifft. Auf der Homepage Zimmer-mittendrin.de können Sie übrigens alle Zimmer quasi auf einen virtuellen Spaziergang besichtigen und das entsprechende auch gleich buchen.
Ich überlege manchmal zwischendurch, ob ich dort nicht einfach mal einchecken sollte, obwohl ich selbst in Berlin wohne. Mal wieder ein anderer Blickwinkel auf die Stadt, die ich so liebe, müsste wunderbar sein.

Mittwoch, 22. Februar 2006

www.rettet-das-mittagessen.de

Ich bin keine Mittagesserin! Ganz einfach, weil ich danach müde werde. Wenn ich wirklich mal zu Mittag esse, plane ich danach eine Stunde auf der Couch ein.
Aber trotzdem. Was mein Lieblingskollege für Kolumnen zum Thema Mittagessen schreibt, könnte mich möglicherweise umstimmen. Denn es geht um den Verfall einer bestimmten Kultur. Die Kultur des festgesetzten Termins einer mittäglichen Mahlzeit. Die Kultur der mittäglichen Pause, dem Reden mit Kollegen/innen, dem Abschalten von der Arbeit, einer Pause, die zur Regenerierung dienen soll. Ja, dafür sollte man sich Zeit nehmen. Ansonsten verlernen wir noch die Kommunikation am Tisch. Womöglich ist als nächstes das Frühstück dran und danach - ganz entsetzlich - das Abendessen! Wir genügen uns dann selbst mit dem MP3-Player in den Ohrmuscheln, stopfen Fastfood im Vorbeigehen in uns rein - und gehen irgendwann in Kuschel- und Lachseminare, weil wir die "Grund-Kommunikation" beim Essen vernachlässigen und verlernen. Gar nicht auszumalen, was das für eine Lawine auslösen könnte. Also finde ich es richtig, dass mal jemand auf den Tisch haut und sagt: Alle setzen und essen.
... lesen Sie im Blog Rettet-das-mittagessen.de Geschichten wie "Bei den Herdeflüsterern" oder "Wie koche ich ein Buch?".

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