Montag, 13. Dezember 2010

Metabolic-balance unterm Christbaum

Oh du schlanke Weihnachtszeit!
Mit ein paar Essenstricks haben überflüssige Weihnachtspfunde keine Chance
Weihnachten ohne Plätzchen, Braten oder Punsch? Für die meisten Menschen eine ebenso
grausame Vorstellung, wie der Gang auf die Waage im neuen Jahr. Ernährungsexperte und
Internist Dr. med Wolf Funfack, Erfinder des metabolic balance® - Stoffwechselprogramms,
verrät zehn „Ernährungs-Gebote“, die helfen, genussvoll und schlank durch die Weihnachtszeit
zu kommen.
1. Gebot: Den Stoffwechsel auf Touren bringen
Auch wenn es in der Adventszeit sehr viele Verlockungen gibt, drei Mahlzeiten am Tag
reichen. Dazwischen gilt es, fünf Stunden Pause einzuhalten. Auf diese Weise wird der
Verdauungs- und Stoffwechselprozess jeweils abgeschlossen d.h. der Insulinspiegel bleibt
im Gleichgewicht und der Stoffwechsel auf Touren.
2. Gebot: Ein Bissen Eiweiß immer zuerst
Alle, die sich im Geiste schon von Weihnachtsbraten oder Weihnachtsgans verabschiedet
haben, können aufatmen. Die Klassiker auf deutschen Tellern werden nicht gestrichen, sie
sollten nur zuerst gegessen werden. Denn erscheint das Eiweiß zuerst im Magen,
produzieren die Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse das Hormon Glukagon – ein
natürlicher Gegenspieler des Insulins. Darauf folgt, dass die Fettverbrennung besser abläuft,
man schneller satt wird und weniger Hungergefühle hat.
3. Gebot: An apple a day keeps the doctor away
Der Apfel ist der Gesundmacher schlechthin, da er durch seinen hohen Pektingehalt zur
Ausscheidung von Cholesterin und Giftstoffen beiträgt. Weil das Dessert an Heiligabend
aber nicht nur gesund, sondern auch köstlich schmecken soll, ist der Bratapfel mit Zimt das
perfekte Christmas-Dessert.
4. Gebot: Bitter macht schlank
Wer nach Bratapfel, Plätzchen und Lebkuchen immer noch Gusto auf Süßes hat, der sollte
schnell zu Bitterstoffen greifen. Diese sind unter anderem in Artischocken, Angelikawurzeln
oder Rucola enthalten. Sie haben eine verdauungsfördernde Wirkung und stärken die Leber.
5. Gebot: Kein Alkohol zwischendurch
Sind Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle zwar sehr beliebte Feierabendgetränke auf
dem Christkindlmarkt, sollte Alkohol besser nur zu den Mahlzeiten getrunken werden. Die
perfekten Getränke für zwischendurch sind ausreichend Wasser und ungesüßter Tee. So
werden Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt und überflüssige Kalorien vermieden.
6. Gebot: Viel Bewegung
Gerade in der kalorienreichen Weihnachtszeit sollte der Sport nicht völlig fehlen. Wer keine
Lust auf Joggen oder Fitnessstudio hat, der kann sich seine Plätzchen durch ausgedehnte
Spaziergänge, Treppensteigen oder Schneemannbauen verdienen.
7. Gebot: Immer mit der Ruhe
Gilt die Weihnachtszeit doch eher als ruhige Zeit, so sollte man sich beim Essen auch
ausreichend Zeit nehmen. Nur wer seine Mahlzeit bewusst genießt, erkennt das
Sättigungsgefühl rechtzeitig. Länger als 60 Minuten sollte ein Essen jedoch nicht dauern, um
Verdauung und Stoffwechsel nicht zu sehr zu belasten.
8. Gebot: Langkettige Kohlenhydrate bevorzugt
Besonders bei den Beilagen gilt es aufzupassen. Bevorzugt sollten hochwertige, so
genannte langkettige Kohlenhydrate zum Fleisch gegessen werden, zur Gans also besser
Blaukraut oder Gemüse als Knödel.
9. Gebot: Klein macht satt
Die großen Teller dürfen ruhig im Schrank bleiben, denn wer nicht zunehmen möchte, der
isst auch die Hauptspeise von kleinen Tellern. Diese sehen voller aus und suggerieren dem
Gehirn rechtzeitig ein Sättigungsgefühl.
10. Gebot: Lieber keinen Verdauungsschnaps
Wer sich mit gutem Gewissen nach einer üppigen Mahlzeit ein Verdauungsschnäpschen
einschenkt, der sollte das künftig besser bleiben lassen. Statt die Verdauung in Schwung zu
bringen, erschwert er diesen Vorgang noch. Besser auf einen kleinen Salat aus Radicchio
und Rucola zurückgreifen, denn Bitterstoffe regen die Verdauung an.
Weitere Tipps und Details:
Bitterstoffe contra Heißhunger!
"Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund", so weiß es schon der Volksmund. Doch aus
vielen Salaten und Gemüse, die natürlicherweise Bitterstoffe enthielten, wurde diese
herausgezüchtet. Bitterstoffe gehören jedoch zu den sekundären Pflanzenstoffen, deren
wichtige bioaktive Funktionen erst in den letzten Jahren erforscht wurden. Bekannt ist, dass
Bitterstoffe aus Artischocken, Angelikawurzel oder Enzian & Co. eine verdauungsfördernde
Eigenschaft haben und die Leber stärken. Ihre Wirkung beginnt bereits unmittelbar an den
sensiblen Geschmacksknospen der Zunge, die Schleimhäute ziehen sich zusammen,
dehnen sich aus und werden so aktiviert. Die Produktion von Verdauungssäften in Magen,
Galle und Bauspeicheldrüse erhöht sich. Doch was viele nicht wissen: Die stark basischen
Bitterstoffe wirken wie eine natürliche Essbremse gegenüber übersäuernd wirkenden
Süßem. Die Geschmacksinformation „bitter“ aktiviert den Parasympathicus – eine wichtige
Komponente des Vegetativen Nervensystems – die Lust auf Süßes nimmt ab.
Richtig Braten
Beim Garen nach metabolic balance® kommt es darauf an, frische Lebensmittel – in den
ersten Phasen ohne Fett, später mit wenig sehr hochwertigem Fett – sehr nährstoffschonend
zuzubereiten. Gebraten wird in der Pfanne oder im Backofen. Um auf die ansonsten übliche
Fettzugabe zu verzichten, verwendet man am besten beschichtete oder gusseiserne
Bratpfannen und gibt ein paar Tropfen Wasser dazu. Oder man legt spezielles Bratpapier ein
und gart darauf. Um im Bratofen ohne Fett zu garen, bietet es sich an, einen Römertopf oder
einen Bratschlauch zu verwenden.
Äpfel – gesunde Köstlichkeiten
Äpfel begleiten uns durch das ganze Jahr. Er erfrischt, liefert Vitamine und stillt den kleinen
Hunger zwischendurch. Von August bis November hat der Apfel Saison. Im Keller verbreiten
die gelagerten Äpfel einen verlockenden Geruch, der Lust auf Apfelgerichte macht. Bei der
Verarbeitung von Äpfeln reicht es völlig, diese warm zu waschen und mit einem Tuch
gründlich abzureiben, um die Aufnahme unerwünschter Rückstände von Pestiziden usw. so
gering wie möglich zu halten. Die Früchte müssen dann nicht geschält werden. So sind sie
noch gesünder, denn gerade in und unter der Apfelschale sitzen viele Vitamine und wertvolle
sekundäre Pflanzenstoffe.
Bei der Vielzahl an Sorten, stellt sich die Frage, wofür sich welcher Apfel am besten eignet:
Dörräpfel gelingen besonders gut mit Sorten wie Berlepsch und Goldparmäne. Sie lassen
sich leicht herstellen: Die Kerngehäuse ausstechen, dann die ungeschälten (weil gesünder!)
Äpfel in dünne Scheiben schneiden und auf einen Rost legen. Bei etwa 50°C je nach Dicke
der Scheiben mehrere Stunden trocknen. Dabei die Backofentür geöffnet lassen, damit die
Feuchtigkeit abziehen kann.
Für Kuchen eigenen sich Sorten, die weder zerfallen noch zu saftig sind, wie Jonagold,
Elstar und Boskoop.
Bratäpfel schmecken besonders gut mit Gloster, Boskoop oder Berlepsch. Zutaten für eine
Portion: 1 Portion Quark 20 %, 1/2 TL Zimt, 1 Msp Kakao, 1 Apfel. Zubereitung: Den Quark
mit etwas Mineralwasser glatt streichen und mit Zimt und Kakao würzen. Backofen auf
200°C (Umluft 180°C, Gas Stufe 3-4) vorheizen. Apfel waschen und das Kernhaus
ausstechen. Etwas Fruchtfleisch herauslösen, in Stückchen schneiden und unter den Quark
mischen. Wenig Wasser in einen Topf geben, den ausgehöhlten Apfel hineinsetzen und bei
mittlerer Hitze weich dünsten. Den Apfel herausnehmen und mit dem Quark füllen. Im heißen
Backofen 10 Minuten backen.
Für Apfelmus sind Früchte mit lockerem Fruchtfleisch wie Braeburn oder Berlepsch ideal.
Hintergrundinformationen zu metabolic balance® und Dr. med. Wolf Funfack:
Dr. med. Wolf Funfack ist Internist und Ernährungsmediziner. Seine persönlichen Erfahrungen und
das tägliche Problem mit dem Übergewicht vieler Patienten in seiner Praxis veranlassten ihn, nach
effektiven Lösungen im Bereich Diät und gesunder Ernährung zu suchen. Zusammen mit Sylvia
Bürkle (Diplom-Ingenieurin für Ernährungstechnik) entwickelte er 2001 auf der Grundlage seiner 20-
jährigen Erfahrung als Ernährungsspezialist das metabolic-balance®-Stoffwechselprogramm.
metabolic balance bietet mit einem individuell auf den Teilnehmer zugeschnittenen Ernährungsplan
ein Instrument für eine gesunde Lebensweise. Das Stoffwechselregulierungs- und
Ernährungsprogramm zielt in erster Linie darauf ab, mit einer speziellen natürlichen
Nahrungsmittelauswahl den Insulin- und Blutzuckerspiegel niedrig zu halten und dadurch den
Stoffwechsel wieder in Balance zu bringen. Die Analyse des eigenen Blutes bildet die Grundlage von
metabolic balance und damit für den Ernährungsplan. Genau die Lebensmittel und Nährstoffe werden
dem Körper zugeführt, die er braucht.
Weitere Informationen unter https://www.metabolic-balance.com

Sonntag, 12. Dezember 2010

Pino, seine Mama & ich 7.Tag Guardia Perticara Teil II

7.Tag Guardia Perticara Teil II
Haben Sie schon einmal Feigen „Fige“ vom Baum gegessen? Das müssen Sie unbedingt mal machen. Wir waren in einem wunderschönen Garten mit Feigenbäumen, der zu einem früheren Haus von Pino gehört. Wir waren wie die kleinen Kinder und konnten uns nicht satt essen. Eine nach der anderen vom Baum gepflückt, die Schalen ließen sich problemlos abziehen und dann ab in den Mund. Was für Feigen kaufen wir eigentlich in Geschäften? Die sind überhaupt nicht mit diesen frisch gepflückten Feigen zu vergleichen. Pappsatt unterm Baum gelehnt, saßen wir mit unseren „Feigen-Bäuchen“ und fanden, dass „Vita e belle“ – das Leben wirklich so schön sein kann.
Unser Quartier für folgende Nacht, war nicht minder schön: „Azienda Agrituristica Masseria Pinto di Donnoli Rosa“ – ein Bauernhof mit 100 Hektar Anbaufläche, davon 15 Hektar Walnussbäume, des weiteren Weizen „Grano“ und Olivenhaine. Hübsch eingebettet in der hügeligen Landschaft, etwa 5 km von Guardia Perticara, aber zugehörig zu Corleto Perticara. Betrieben wird dieses Gehöft mit Fremdenzimmern von Rosa, der Chefin, die 3 Schwestern hat, die zwar als Ärztin, Biologin, und Architektin arbeiten, aber doch immer wieder in den landwirtschaftlichen Betrieb integriert sind. Zum Frühstück gab es ausschließlich Produkte vom Hof, frisch gepresste Säfte, eingekochte Marmeladen, selbst gebackenes Brot sowie Salame e Prosciutto – einfach herrlich. Die Küche ist noch eingerichtet, wie früher, ein Schmuckstück in dem Landhaus. Auch hier fiel der Abschied schwer, denn so familiär herzlich aufgenommen, war „wohl fühlen pur.“
Am Abend davor waren wir beim Abendessen in einer anderen Azienda Agrituristica, der „Difesa D´ischia“ von Raffaele Fornobaio, ein paar Kilometer weiter, zugehörig zu Guardia Perticara. Eigentlich sollten wir dort über Nacht bleiben, aber sämtliche Gästezimmer waren ausgebucht. Natürlich wäre es schön gewesen dort zu bleiben, ganz einfach um sich durch die Kollektion der Weine aus der Basilikata durch zu trinken und anschließend 1 Treppe hoch ins Bett zu fallen. Fiat-Fahrer Pino grummelte ein wenig darüber, kann ich verstehen, denn ich probierte verschiedene Aglianico Weine durch… Die Spezialität des Hauses ist der selbst gemachte Ricotta, Pecorino und Toma, wir verspeisten ihn mit Honig und Nüssen, knusprigem Brot (spricht man in Italien von Brot, ist immer Weißbrot gemeint), Crostini mit Tomaten, Auberginen mit Käse überbacken, Römersalat mit gegrilltem Lamm. Ich bin ja keine Liebhaberin von Lammfleisch, aber dieses zarte Fleisch war eine Offenbarung. https://www.agriturismodifesadischia.it/
Dazu bekamen wir quasi als Degustationshäppchen hauseigene Salumi, Salsiccia, Soppressata, Capocollo, Pancetta und Prosciutto.
Folgendes habe ich mir auf Italienisch gemerkt: „il ristorante offre la possibilitá di gustare prodotti genuini e tipici della tradizione contadina immersi nel paesaggio rurale“.
A domani – morgen geht es weiter, nach Cirigliano, dem Geburtsdorf von Mama Angela, dann zum Mittagessen nach Accettura ins Ristorante Locanda Pezzolla und zur Übernachtung nach Castel Mezzano…

Pino, seine Mama & ich 7.Tag Guardia Perticara

7. Tag Guardia Perticara
Der Abschied war schwer, die Mühle am Bach, „Mulino Iannarelli“ zu verlassen, zog sich. „Piacere“, „Freude“, ich amüsiere Pino mit meinen italienischen Schlagworten, ich vermag keine zusammenhängenden Sätze in Italienisch zu sagen, aber wenn sich Pino mit seinen Landsleuten unterhält und zur Übersetzung anfängt, gebe ich ihm meist schon die Antwort auf Deutsch zurück. „In Dubio Prosecco“ ist mein Lieblingssatz, im Zweifel ein Gläschen italienisches Prickelwasser zu trinken, hilft meist. Und wenn nicht, sagt Mama Angela, dann sicher ein Gebetsbuch oder ein heißes Vollbad. Vincenzo, der Padrone der Mulino, reagiert sofort und ich bekomme einen Prosecco zum Frühstück – Colazione.
Unser schwarzer Fiat 500 wird immer bepackter: Salame, Vino, Frutta, Pane, Dolce – wir sind gut gerüstet, sollten wir in einem Vollstau irgendwo auf lukanischen Pfaden oder Wegen sein.
Die Serpentinen wieder runter, rauf, vom Monte Favoritieri ein berauschender Ausblick auf die Umgebung, wir fahren über Sant´Arcángelo nach Guárdia Perticara. Hoch oben auf dem Berg, ein Dorf, wie aus dem Bilderbuch. Es gehört zu den schönsten Dörfern Italiens „I Borghi piú belli d´italia“...wie das Dorf ursprünglich aussah, weiß ich nicht, denn 1980 wurde dieses Dorf bei einem verheerendem Erdbeben völlig zerstört. Unter der Regie von Architekt Vito Balzano, entstand das Dorf wieder und zwar so schön, dass viele Bewohner das Dorf heute selbst schöner finden, als es einmal war. Wir machen einen netten Spaziergang und Pino besucht mal wieder Verwandtschaft, von der es jede Menge gibt. Ich unterhalte mich mit Händen und Füßen mit Masaro Franco, einem netten älteren Herrn aus der Verwandtschaftskollektion und er zeigt mir sein Hochzeitsfoto mit den Worten: „Damals als wir noch grün waren. Heute, 50 Jahre später sind wir vertrocknet, wie die Peperonis.“ Komischerweise fällt mir in dem Zusammenhang die Bestellung eines Doppelzimmers in Italien ein. Bestellt ein (Ehe)Paar ein Zimmer, dann heißt es „una camere matrimoniale“, ein Ehezimmer, sprich mit einem großen Doppelbett. Bestellt man in Italien „una camera doppio“, ein Doppelzimmer, so ist es ein Zimmer mit zwei getrennten Betten. Das sollte man wissen…
Die Aussicht von diesem Bergdorf auf die Umgebung ist grandios und Pino zeigt mir, wo wir heute Abend zum Essen „Cena“ gehen. Doch es ist erst Mittag und „adesso ho fame“, ich habe jetzt Hunger und so gehen wir „pranzare“ …mit eingelegten Gemüse, Oliven, Schinken, Käse und viel Brot und naturalemente Vino und doppio Espresso in die Dorfwirtschaft Pizzeria/Ristorante Vecchio Mulino. Ich bestelle jetzt immer zwei Espressi hintereinander, um nicht als doppelte Espresso-Tedesci durchzugehen…
Die geschlängelte Straße wieder runter und weiter nach Corleto Perticara, wo wir diese Nacht in einer „Azienda Argituristica“ der Masseria Pinto übernachten. Auf dem Weg dorthin fragen wir mehrmals nach dem Weg zur Azienda und belustigen uns nach folgender Antwort: „Du fährst hier weiter, dann kommst du an eine Kreuzung, wo du rechts oder geradeaus fahren kannst.“ „Und wie fahre ich dann?“, fragt Pino? Die Antwort von dem älteren Herrn: „Links“. „Aha, entwischt es mir, das ist italienische Logik.
…und weiter geht es morgen, mit Abendessen im „Fifesa d´ischia“ und Übernachtung in der Masseria Pinto…

Samstag, 11. Dezember 2010

Pino, seine Mama & ich - eine Reise in die Basilikata

7. Tag Guardia Perticara
Der Abschied war schwer, die Mühle am Bach, „Mulino Iannarelli“ zu verlassen, zog sich. „Piacere“, „Freude“, ich amüsiere Pino mit meinen italienischen Schlagworten, ich vermag keine zusammenhängenden Sätze in Italienisch zu sagen, aber wenn sich Pino mit seinen Landsleuten unterhält und zur Übersetzung anfängt, gebe ich ihm meist schon die Antwort auf Deutsch zurück. „In Dubio Prosecco“ ist mein Lieblingssatz, im Zweifel ein Gläschen italienisches Prickelwasser zu trinken, hilft meist. Und wenn nicht, sagt Mama Angela, dann sicher ein Gebetsbuch oder ein heißes Vollbad. Vincenzo, der Padrone der Mulino, reagiert sofort und ich bekomme einen Prosecco zum Frühstück – Colazione.
Unser schwarzer Fiat 500 wird immer bepackter: Salame, Vino, Frutta, Pane, Dolce – wir sind gut gerüstet, sollten wir in einem Vollstau irgendwo auf lukanischen Pfaden oder Wegen sein.
Die Serpentinen wieder runter, rauf, vom Monte Favoritieri ein berauschender Ausblick auf die Umgebung, wir fahren über Sant´Arcángelo nach Guárdia Perticara. Hoch oben auf dem Berg, ein Dorf, wie aus dem Bilderbuch. Es gehört zu den schönsten Dörfern Italiens „I Borghi piú belli d´italia“...wie das Dorf ursprünglich aussah, weiß ich nicht, denn 1980 wurde dieses Dorf bei einem verheerendem Erdbeben völlig zerstört. Unter der Regie von Architekt Vito Balzano, entstand das Dorf wieder und zwar so schön, dass viele Bewohner das Dorf heute selbst schöner finden, als es einmal war. Wir machen einen netten Spaziergang und Pino besucht mal wieder Verwandtschaft, von der es jede Menge gibt. Ich unterhalte mich mit Händen und Füßen mit Masaro Franco, einem netten älteren Herrn aus der Verwandtschaftskollektion und er zeigt mir sein Hochzeitsfoto mit den Worten: „Damals als wir noch grün waren. Heute, 50 Jahre später sind wir vertrocknet, wie die Peperonis.“ Komischerweise fällt mir in dem Zusammenhang die Bestellung eines Doppelzimmers in Italien ein.
Die Aussicht von diesem Bergdorf auf die Umgebung ist grandios und Pino zeigt mir, wo wir heute Abend zum Essen „Cena“ gehen. Doch es ist erst Mittag und „adesso ho fame“, ich habe jetzt Hunger und so gehen wir „pranzare“ …mit eingelegten Gemüse, Oliven, Schinken, Käse und viel Brot und naturalemente Vino und doppio Espresso in die Dorfwirtschaft Pizzeria/Ristorante Vecchio Mulino. Ich bestelle jetzt immer zwei Espressi hintereinander, um nicht als doppelte Espresso-Tedesci durchzugehen…
Die geschlängelte Straße wieder runter und weiter nach Corleto Perticara, wo wir diese Nacht in einer „Azienda Argituristica“ der Masseria Pinto übernachten. Auf dem Weg dorthin fragen wir mehrmals nach dem Weg zur Azienda und belustigen uns nach folgender Antwort: „Du fährst hier weiter, dann kommst du an eine Kreuzung, wo du rechts oder geradeaus fahren kannst.“ „Und wie fahre ich dann?“, fragt Pino? Die Antwort von dem älteren Herrn: „Links“. „Aha, entwischt es mir, das ist italienische Logik.
…und weiter geht es morgen, mit Abendessen im „Difesa d´ischia“ und Übernachtung in der Masseria Pinto…

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Lagostina und Risottorezept

Winterliches Risotto von Lagostina
auch wenn man es sich jetzt nicht vorstellen kann: Es gibt ein kulinarisches Leben nach Gans, Braten und Christstollen. Doch wer hat nach den Festtagsessen noch Lust auf eine aufwendige Küche? Die Gerichte müssen unkompliziert sein und den Winterblues vertreiben.
Die italienische Kochgeschirrmarke Lagostina präsentiert exklusiv ein winterliches Risotto von Loriano Mura, Küchenchef im Berliner Szenerestaurant Bocca di Bacco. Mit Radicchio, Birnen und Speck ist das Risotto deftig und raffiniert.

Risotto mit Radicchio, Birnen und Speckschinken
Zutaten für vier Personen:
350 g Risotto-Reis (Carnaroli)
2 Birnen „Abate“
100 g geriebener Parmesan
1 Kopf Radicchio Trevigiano (oder Tardivo = späte Sorte)
100 g Südtiroler Speckschinken
50 g Butter
200 ml Weißwein
100 ml Rotwein
1 kleine Zwiebel
2 l Gemüsebrühe
Olivenöl Extra Vergine
Salz
In einem Topf (z.B. La Risottiera von Lagostina) Olivenöl erhitzen und klein
gehackte Zwiebeln gemeinsam mit dem Risotto-Reis anschwitzen. Drei bis
vier Minuten toasten, dann mit Weißwein ablöschen. Rühren, bis der
Alkohol verdampft ist. Mit Gemüsebrühe auffüllen und erneut rühren, bis
die Flüssigkeit vom Reis komplett aufgenommen ist. Rühren und auffüllen
im Wechsel fünfzehn Minuten lang. In einer Pfanne den geschnittenen
Radicchio kurz braten und mit etwas Rotwein ablöschen. In einer kleinen
Pfanne den gewürfelten Speck anrösten bis er knusprig ist. Birnen schälen
und in Würfel schneiden. Das Risotto nach 16 bis 18 Minuten vom Herd
nehmen und Butter, Parmesan und Radicchio hinzugeben. Mit Salz
abschmecken. Ganz zum Schluss die geschnittene Birnen unterheben, so
behält die Birne ihre knackige Konsistenz. Auf einem Teller anrichten, mit
ein paar Radicchio- Blättern dekorieren und servieren.
Tipp: Radicchio ist ein Verwandter des Chicorée und gehört zu den
italienischen Spezialitäten. Die niedrig wachsende Pflanze hat rötliche
Außenblätter und ein kompaktes Herz. Er hat einen leicht bitteren, nussigen
Geschmack und enthält viel Vitamin A und Mineralien. Die Bitterstoffe
kommen am besten in Rohform zur Geltung, wie in einem Salat. Durch das
Kochen nimmt Loriano Mura der Pflanze ein wenig den bitteren Geschmack
– der Radicchio ist so milder. Es gibt zwei Arten von Radicchio: frühe und
späte Sorten. Die frühen Sorten werden von September bis November
geschnitten, zum Beispiel der „Burgundy“, späte Sorten wie der „Treviso“
werden erst im Frühjahr geerntet.

Gut schlafen und gut aussehen mit Melatonin

Studie: Hälfte aller Deutschen kennt Melatonin nicht

Viele halten Schlafhormon fälschlicherweise für ein Hautpigment

Während das Hormon Melatonin in den USA seit Jahren einen Siegeszug angetreten hat, ist es in Deutschland vielen nicht bekannt. Wie eine repräsentativ quotierte Umfrage unter 1.300 Deutschen ergeben hat, kennen 51 Prozent das Hormon nach eigenen Angaben nicht. Die Studie wurde im Herbst 2010 mit Hilfe des Online-Befragungssystem askallo und des Berliner Feldinstituts panelbiz im Auftrag der Milchkristalle GmbH durchgeführt.

Knapp jeder Fünfte (18,5%) hält Melatonin für ein Hautpigment, das für die Bräunung der Haut verantwortlich ist. Knapp zwei Prozent halten Melatonin für eine Hautkrankheit. „Viele verwechseln Melatonin mit dem Pigment Melanin“, sagt Tony Gnann, Geschäftsführer der Milchkristalle GmbH und Initiator der Studie. Das Münchner Unternehmen gewinnt natürliches Melatonin aus spezieller Nachtmilch. „Die Umfrage zeigt, dass das Hormon und dessen Wirkung in der deutschen Bevölkerung kaum bekannt sind“, kommentiert Gnann die Ergebnisse.

Das Hormon Melatonin wird von Menschen und von vielen Tieren in der Epiphyse (Zirbeldrüse) gebildet und bei Dunkelheit freigesetzt. Die Melatoninkonzentration steigt in der Nacht um den Faktor zehn an, das Maximum wird gegen drei Uhr morgens erreicht. Durch helles Licht wird die Hormonausschüttung gebremst. Das Hormon steuert vor allem den Tag-Nacht-Rhythmus und damit unter anderem den Schlaf. „Die Eigenproduktion von Melatonin im menschlichen Körper nimmt ab einem Alter von 25 Jahren deutlich ab“, erläutert Gnann. Die Folge sind oft Schlafstörungen und frühzeitige Alterungserscheinungen.

Die Studie in Zahlen (n = 1301):

Kennen Sie Melatonin?
Ja: 48,89 Prozent
Nein: 51,04 Prozent
Was ist Melatonin?
Hauterkrankung: 1,77 Prozent
Hautpigment, das für die Bräunung der Haut verantwortlich ist: 18,52 Prozent
Leimstoff: 0,46 Prozent
Schlafhormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert: 45,5 Prozent
Weiß ich nicht: 33,37 Prozent

Über das Unternehmen: Die Milchkristalle GmbH produziert nacht-milchkristalle. Grundlage ist ein patentiertes Verfahren, das die Erzeugung melatoninreicher Milch auf natürliche Weise begünstigt. Die Milch wird anschließend im schonenden Kaltverfahren getrocknet und zu nacht-milchkristallen verarbeitet. Diese enthalten bis zu 100-mal mehr Melatonin als herkömmliche Milch. Weitere Informationen: https://www.nacht-milchkristalle.de

Ein Besuch in Berlin ohne Adlon? Das geht nicht!

Restaurant Quarré:

Frischer Wind am Brandenburger Tor mit Küchenchef Sebastian Völz und Restaurantleiter Hagen Hoppenstedt
Das Adlon-Restaurant mit Blick auf den Pariser Platz ist seit seiner Eröffnung besonders bei Hotelgästen, Anrainern und Berlin-Besuchern eine beliebte Adresse. Ungezwungen speisen: Ob am Sonntag zum beliebten Brunch, zu Mittag für ein Geschäftsessen oder am Abend bei Kerzenschein, das Restaurant Quarré bietet seinen Gästen leichte und moderne Küche zu jeder Tageszeit. Für frischen Wind im Restaurant sorgen jetzt zwei neue Gastronomie-Profis: Küchenchef Sebastian Völz und Restaurantleiter und Sommelier Hagen Hoppenstedt.

Für den Service im Restaurant ist seit Oktober 2010 Hagen Hoppenstedt verantwortlich. Mit dem 39-Jährigen hat das Adlon Kempinski nicht nur einen erfahrenen Restaurantleiter sondern auch einen exzellenten Sommelier bekommen. Hoppenstedt begann seine Karriere mit der Ausbildung zum Koch und Restaurantfachmann im legendären Kempinski Hotel Atlantik.Von 1993 bis 2004 war er Stellvertretender Leiter des Vorstandskasinos in der Holsten Brauerei in Hamburg. In dieser Position war er neben der Service- und Veranstaltungsleitung auch für die Schulung der Mitarbeiter, den Waren- und Weineinkauf zuständig. Schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für den Wein und spezialisierte sich als Sommelier. Im Herbst 2004 folgte er dann dem Ruf in das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, in dem er als Chefsommelier bis 2007 u.a. die gesamte Weinkarte erneuerte. Im Sommer 2007 wurde er zum Restaurantleiter des Gourmet-Restaurants „Haerlin“ befördert, das mit einem Michelin Stern und 17 Gault Millau Punkten ausgezeichnet ist. Der Celler ist ein Profi seines Fachs und oft als Moderator für Weinevents gefragt. Er ist Mitglied in verschiedenen Jurys für Weinverkostungen und schreibt Beiträge und Kolumnen für diverse Magazine. 2009 wurde er vom Gault Millau als „Sommelier des Jahres“ ausgezeichnet. „Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinem Team für die Gäste in kulinarischer, vinophiler und persönlicher Hinsicht unvergessliche Erinnerungen zu schaffen“, so Hagen Hoppenstedt

In der Küche des Quarré sorgt Sebastian Völz für frischen Wind. Der 29-Jährige begann seine Laufbahn mit einer Ausbildung zum Koch im Kempinski Hotel „Elephant“ in Weimar. Er verließ seine Heimatstadt und ging als Demi-Chef in die „Traube Tonbach“ nach Baiersbronn. Erste Auslandserfahrung sammelte er bei der Eröffnung des „Acquarello“ Crinzane Cavour in Alba/Italien, wo er als Chef de Partie tätig war. Es folgten Stationen in renommierten Häusern wie dem Restaurant Vendôme in Bensberg, der Auberge de l’Ill in Illhäusern und als Chef de Partie im „Bayerischen Hof“ in München und dem Hotel „Königshof“, München. 2006 wurde der Weimarer Sous Chef im „Mainl am Graben“ in Wien bevor der Ruf nach Berlin kam. Seit Dezember 2007 ist Sebastian Völz im Hotel Adlon Kempinski tätig, wo er als Sous Chef im Lorenz Adlon gemeinsam mit dem damaligen Küchenchef Thomas Neeser Sterneküche auf höchstem Niveau zelebrierte. Im August 2010 wurde er zum Küchenchef des Restaurant Quarré befördert.

Im Restaurant Quarré werden saisonale Gerichte wie „Geräuchertes Müritzer Saiblingsfilet an lauwarmer Terrine von Sellerie und Steckrüben mit Meerrettich“ und „Rosa gegrillter Ruppiner Lammrücken auf Letschogemüse mit leichtem Knoblauchpürree“ serviert. Aber auch Klassiker wie die Berliner Kalbsleber, die klassisch mit Äpfeln, Röstzwiebeln und Kartoffelpürree angerichtet wird, oder das Chateaubriand vom Angus Rind mit glasiertem winterlichen Gemüse und Kartoffelgratin stehen auf der Karte. Unverändert wird der – vor allem bei eiligen Gästen beliebte – Businesslunch angeboten. Täglich in der Zeit von 12 bis 15 Uhr hat der Gast die Wahl zwischen zwei Gerichten, die innerhalb von 30 Minuten serviert werden zum Preis von 16 Euro inklusive einem Getränk und Kaffee.

Der Name Quarré ist eine Hommage an den traditionsreichen Standort in Berlins historischer Mitte, an dem sich das Hotel Adlon befindet. Der quadratisch angelegte Pariser Platz, den König Friedrich Wilhelm I. zwischen 1732 und 1734 erbauen ließ, wurde zunächst ganz nüchtern nur das „Viereck“ genannt. Die französisch sprechenden in Berlin lebenden Hugenotten übersetzten dies jedoch alsbald in „Le Quarré“. Da der Berliner Wortschatz während der Regierungszeit Friedrichs des Großen und während der langjährigen Besetzung Berlins durch Napoleons Soldaten stark vom Französischen beeinflusst wurde, geriet der Name „Viereck“ schon sehr bald völlig in Vergessenheit. Ganz Berlin sprach nur noch vom Quarré. Erst im Jahre 1814 erhielt das Quarré seinen bis heute gültigen Namen Pariser Platz. Doch es verging einige Zeit bis dieser neue Name von den Berlinern angenommen wurde. Noch lange hielt sich die französische Bezeichnung. Man vermutet, dass sich erst mit der Reichsgründung im Jahre 1871 die Ortsbezeichnung Pariser Platz endgültig durchsetzte.
Öffnungszeiten: Täglich, 6.30 bis 23.30 Uhr, Reservierungen: 030- 2261 1555

Montag, 6. Dezember 2010

Brasserie Desbrosses im The Ritz-Carlton in Berlin

Die Brasserie Desbrosses macht durch ihre französische Legérheit, aber doch auf hohem Niveau, besonderen Spaß. Austern und Champagner schmecken in diesem Ambiente genauso gut wie eine Tasse heiße Schokolade und ein frisches Croissant. Schnell verabreden zur Mittagspause auf einen Salat mit gegrilltem Fisch oder einer Currywurst mit Tandoori oder zum Nachmittag zu dem schon legendären Schokoladenkuchen vom Ritz verabreden? Oder Abends mit Geschäftspartnern oder zu Zweit französische Küche genießen...Es passt immer und das Gefühl auf einer "kleinen französischen Insel" auszuruhen, aufzutanken, macht stark und zufrieden, was beim Hinaustreten vom The Ritz-Carlton wieder kommen mag.
Der Service mit Restaurantleiter Marcus Scharon ist herzlich, äußerst zuvorkommend und bei Herrn Scharon hat man/frau den Eindruck, dass er immer schon im Vorfeld weiß, was die Gäste vielleicht vorhaben, zu wollen. Beeindruckend.
Küchenchef Jürgen Sodemann können Sie auf "auf die Finger schauen", denn die Küche ist offen zur Brasserie, der Chef Culinaire mittendrin im Geschehen und auch hübsch anzusehen. Eine besonders nette Idee ist der Chef´s Table familiy style. Bei einer Buchung von bis zu 10 Personen, ob Familie oder Freunde, lässt sich am großen Holztisch genügend diskutieren, Jürgen Sodemann kommt zum Besprechen der Gerichte persönlich an den Tisch, Herr Scharon bewahrt mit seinem Service, die doch vertrauliche Tafelrunde. Der Chef´s table ist täglich von 18 bis 22 Uhr buchbar, dabei kostet es pro Person mit Menü sehr freundlich 49 Euro inklusive Hauswein. Und als Geschenk gibt es noch ein Glas Früchtechutney für jeden Gast mit auf den Weg.
https://www.ritzcarlton.com

Freitag, 3. Dezember 2010

Tim Raue und Slowfood

Slow Food “Terra Madre Day” in der Kreuzberger Markthalle IX

Tim Raue serviert regionales Essen – Berlinale präsentiert das Kulinarische Kino
Berlin - Auf allen fünf Kontinenten wird rund um den 10. Dezember, dem Gründungstag des Slow-Food-Bewegung, traditionell der "Terra Madre Day" gefeiert, der das Bewusstsein für nachhaltig erzeugte und möglichst regionale Lebensmittel stärken will. Die zentrale Veranstaltung für die Hauptstadt und das Umland von Berlin findet in diesem Jahr am Samstag, dem 11. Dezember 2010 ab 15:30 mitten im Kreuzberger SO36-Kiez statt – in der historischen Eisenbahnmarkthalle. Den Kochlöffel schwingt Sternekoch Tim Raue, der in diesem Kiez aufgewachsen ist und in der Markthalle mit „Toast Hawaii“ seine ersten kulinarischen Erfahrungen gemacht hat. Er plant ein regionales Gericht unter Einbeziehung von Zutaten des Prinzessinnengartens am Moritzplatz, der den Winter über seine mobilen Beete in der Markthalle vor der Kälte schützt.

Um 19:00 Uhr präsentiert das Kulinarische Kino der Berlinale im benachbarten Eiszeitkino zwei Dokumentarfilme: Mr Bené Goes to Italy zeigt die Reise eines brasilianischen Bauern, der zum ersten Mal sein Dorf verlässt, um Terra Madre in Turin zu besuchen, wo sich tausende von Bauern und Nahrungsproduzenten aus aller Welt treffen. Der italienische Meisterregisseur Ermanno Olmi hat in dem Dokumentarfilm Terra Madre den Geist der Veranstaltung eingefangen.

Die Eisenbahnmarkthalle an der Eisenbahnstraße und Pücklerstraße nahe dem Lausitzer Platz, eine der letzten drei von ehemals vierzehn historischen Markthallen in Berlin, steht vor einer Renaissance: Sie soll in Zukunft als überdachter Markt betrieben werden, der das Slow Food Prädikat „gut, sauber, fair“ verdient. Um das Vorhaben zu unterstützen, haben sich verschiedene Initiativen zusammengeschlossen und begehen den „Terra Madre Day 2010“ an diesem außergewöhnlichen Ort. Dabei sollen die Werte von Slow Food und das internationale Netzwerk "Terra Madre" einer möglichst breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Es soll auch deutlich werden, dass gute und nachhaltige Ernährung nicht eine Frage von Einkommen und sozialen Schichten ist. Einnahmen und Spenden werden für das Slow Food Projekt „1000 Gärten in Afrika“ verwendet.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Gesundhits-, Umwelt- und Verbrauchersenatorin Katrin Lompscher übernommen. Moderiert wird von Architekt Matthias Rick (Raumlabor Berlin) und der Dramaturgin Julia Schreiner (u.a. „Die Bohème am Kottbusser Tor").

Weitere Informationen zum Rahmenprogramm finden Sie unter www.markthalle9.de .


Programmübersicht:

Samstag, 11.12.2010

15:30 Uhr

Regionales Essen mit Tim Raue im Winterquartier des Prinzessinengarten
Markthalle IX, Eisenbahnstr. 42/43, Berlin-Kreuzberg
19:00 Uhr
Eiszeit Kino, Zeughofstr. 20, Berlin-Kreuzberg
Eintrittspreis € 7,- (ermäßigt € 6,-)

MR BENÉ GOES TO ITALY Brasilien 2007
Dokumentarfilm von Manuel Lampreia Carvalho
52 Minuten, Portugiesisch mit engl. UT

TERRA MADRE Italien 2009
Dokumentarfilm von Ermanno Olmi
78 Minuten, Italienisch mit engl. UT

Dienstag, 30. November 2010

In der Ufafabrik ist immer was los!

COMEDY
Patrizia MorescoWahn.Sinn!!! Zu alt für Limbo, zu jung zum Sterben!
Patrizia Moresco
Spieltermine:
Do-Sa, 9. - 11.12.
20:30 Uhr
Eintritt: 17-,
erm.15,- Euro
Im
Varieté Salon
der ufaFabrik
Viktoriastr. 10-18
12105 Berlin
Direkt am
Tempelhofer Damm,
1 Minute von der U6-Ullsteinstraße,
Bus: M170, N6 und N 84
Zuschauer- &
Ticket-Telefon
030 • 75 50 30 https://www.ufafabrik.de
Auto fahren war gestern, heute ist Baustellenhopping. Ein unendlicher Stau auf dem Weg zum Theater, in dem sich unfassbare Emotionen frei schalten, allen voran bei der Moresco. „Von wegen im Alter wird man gelassener: - Ich hab mich noch nie so aufgeregt! Und ich sag Ihnen, das sind keine kleinen Wellen, das ist ein Tsunami.“ Drastisch, provokant und hintersinnig verpackt die Vollblutkomikerin wahnwitzige Geschichten, die ihr - zwangsentschleunigt
in der Totalsperre - in den Sinn kommen.
Zwischen Stopp and Go wird ihr bewusst, wie sehr sich ihr Leben seit dem mppffffzigsten Geburtstag verändert hat: „Mit 20 war ich genervt, wenn man mir hinterher gepfiffen hat, mit 30 hab ich schon mal geschaut, mit 40 hab ich mich gefreut und heute pfeif ich mir selber hinterher. Als Kind hab ich mir immer eine Tarnkappe gewünscht, heute hab ich sie offensichtlich auf. Sie erzählt wie sie sich als Schissi grundsätzlich in Outdoorcracks verliebt und meint mithalten zu müssen.
Andere kommen auf den Hund, oder entdecken das Gärtnern: „Das ist so meditativ!“ - Von wegen: „Gärtnern ist Krieg, aber Hauptsache wir bleiben alle im Flow.“ Nur vom Flow ist Patrizia weit entfernt. „Der einzige Mensch der mich nicht aus den Augen lässt und mich immer noch behandelt wie 12 ist meine Mama. Für Teenager hingegen sollte ich längst tot sein. Aber Alter ist doch völlig unrelevant, außer du bist ein Stück Käse!“
Gegen Patrizia Moresco ist ein bengalisches Feuerwerk eine Knallerbse. Grandios und kokett zieht sie alle Register: spricht mit Stimme und Körper. und wechselt in atemberaubendem Tempo Dialekte, Sprachen und Rollen.
Im Dezember tourt die ehemalige Frontfrau der Comedygruppe Shy Guys mit ihrem zweiten Comedy-Solo und gastiert mit der Berliner Premiere in der ufaFabrik.
Das Einzige was die Frau beunruhigt:“ Je älter man wird, desto schneller rennt die Zeit, zack 80! Also gebt Gas. Zu alt für Limbo, zu jung zum Sterben!

Sonntag, 28. November 2010

Pino, seine Mama & ich - ein kulinarisches Reisebuch

Amalfiküste – ein süß-saurer Nachschlag
Pino kennt die kulinarischen Leckerbissen an der Amalfiküste: „Wir müssen unbedingt zu Riso, dem bekannten Konditor in dem Städtchen Minori.“ Beim Verlassen von Amalfi, geht es weiter über Maiori nach Minori. Die Auslagen in der Konditorei machen uns die Entscheidung schwer, aber Gott sei Dank gibt es viele „Monoporzioni“, quasi Portionshappen, die aber doch für 2 Portionen ausgerichtet sind. So z.B. Delizia al Limone, Coccoro, Profitteroles Cioccolato, Ricotta e Mandorle, Ricotta e Noci, Mousse Zuppa Inglese, Mousse alle Fragoline, Venere Nera, Trittico di Baba oder Ricotta e Pere…um nur einige zu nennen. „Die Konditorkunst von Salvatore Riso ist in ganz Italien bekannt. Ich habe Mama Angela ein Buch von ihm geschenkt.“ Unsere Augen haben sicherlich die ganze Konditorei aufgegessen, aber wir konnten nur einen Teil probieren und der war sensationell. Minori war früher ein Fischerdorf, später eine sehr wichtige Produktionsstätte für Pasta, ja und heute gehört es dem Tourismus, so wie die vielen anderen kleinen Städtchen und Dörfer entlang der Amalfi-Küste. Fährt man von hier aus die Straße hoch in die Hügel, abseits der Küstenstraße, erreicht man Ravello. Die Aussicht von hier ist grandios und das von Oscar Niemeyer entworfene Amphitheater, ein helles Gebäude mit einem großen Panoramafenster, das sich ins Unendliche beugt, ist absolut sehenswert. Die Amalfiküste ist sehr geschichtsträchtig und zeugt mit ihren Kultur- und Kunstschätzen von dieser Vergangenheit. Es gibt auch Legenden und das nicht zu knapp, so soll sich Herkules in eine Nymphe namens Amalfi verliebt haben. Als diese starb, trug Herkules seine Amalfi an dem schönsten Ort der Küste zu Grabe, auch weil die blau-glitzernde, kristallklare Meerfarbe ihn an die Augen seiner Geliebten erinnerte – und das ist das heutige Amalfi. Ein schönes Märchen, das ich Pino erzählte, aber wir beide empfinden es als wahr, während wir die Küste, das Meer und den Ausblick genießen. „Ja, so kann es gewesen sein“, sinnieren wir beide seufzend.“ Wir gehen zu einem, der vielen Zitronenstände, entlang der Küste. Diese Amalfi-Zitronen sind etwa dreimal so groß, wie normale Zitronen, haben eine besonders dicke weiße Schale, die ebenso essbar und vor allem neutral und nicht bitter ist und intensiv schmeckendes Fruchtfleisch. Eine ideale Voraussetzung für die Herstellung des berühmten Zitronenlikörs „Limoncello“. Das ist der süß-saure Nachschlag in unserem Reisebericht, zuerst ein Mousse Tiramisu, natürlich mit Café und als Abschluss einen süß-säuerlich schmeckenden Limoncello. Oder, wie ein Zitronenbauer uns mit auf den Weg gab: „Eine saftige Zitronenscheibe mit grobkörnigem Meersalz bestreuen und essen“…ja, das ist ein besonderer Geschmack, ich könnte mir vorstellen, dass es ein gutes Kreislaufmittel während der brütenden Sommerhitze hier ist. Aber jetzt wollen wir noch unbedingt eine andere Zitronenspezialität probieren: Gebackene Zitronen, dazu werden ausgehöhlte Zitronenhälften mit klein gewürfeltem Zitronenfruchtfleisch, Mozzarella, Basilikum, Sardellen, Aceto und Olivenöl, gut gewürzt, im Ofen gebacken. Lecker und dazu Crostini.
Pino bringt seiner Famiglia in der Trattoria Muntagnola, Sardinen und Sardinenblut (Sardinensud) von der Amalfiküste mit nach Berlin
https://www.muntagnola.de

Restaurant Altes Zollhaus in Berlin-Kreuzberg

Weihnachten am Landwehrkanal im Alten Zollhaus
25.12. 2010
12.00 - 15.00 Uhr
18.00 - 24.00 Uhr

26.12.2010
18.00 - 24.00 Uhr

Törtchen von geräuchertem Wildlachs mit Feldsalat und Himbeeressig
oder Glacierte frische Gänseleber mit Äpfeln
oder Gänsestopfleber mit Äpfeln
(*Aufpreis für Gänsestopfleber: 5,00 € pro Perso)
***
Maronensuppe mit glacierten Maronen und Rehschinken
***
Sauerbraten vom Seeteufel auf geschmortem Erdgemüse
***
Ofenfrischer Gänsebraten
mit Rot- und Grünkohl, Bratapfel und geschmolzenem Thüringer Kartoffelkloß
oder Kurzgebratenes und Geschmortes vom Weiderind auf Steinpilzwirsing und gebratenem Serviettenknödel
***
Unsere Katalanische Creme mit Blaubeeren in Cassissauce
oder Geeister Christstollen mit Pflaumen und Zimtschaum
oder Käse von Wagen

4-Gang Menü 49,00 €
5-Gang Menü 56,00 €

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